Aus der Gemeinderatssitzung vom 28. Oktober 2004

Auf der Tagesordnung standen u.a. die Kriminalitätsstatistik 2003, Übernahme zusätzlicher Personalkosten im Zusammenhang mit erweiterten Öffnungszeiten am Kindergarten Wurmberg und Auftragsvergabe zur Kanalsanierung nach der Eigenkontrollverordnung

Die Kriminalitätsstatistik 2003 für die Gemeinde Wurmberg
stellte Polizeioberkommissar Walter Ruppert, derzeit kommissarischer Leiter des Polizeipostens Mönsheim, dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am Donnerstag letzter Woche vor. Er erklärte, dass in der Gemeinde Wurmberg im Jahr 2003 31 Straftaten (im Jahr 2002: 47 Straftaten) begangen worden seien, von denen bisher 67,7% aufgeklärt werden konnten. Bei fast der Hälfte davon handele es sich um Vermögensdelikte wie z.B. Betrug bei Kaufgeschäften im Internet bzw. zur Erlangung von Sozialleistungen. Ruppert: "Wurmberg belegt wie eigentlich immer einen Spitzenplatz im positiven Sinne bei der Kriminalitätsstatistik im Enzkreis." Der Polizeioberkommissar macht dies an der sog. Häufigkeitsziffer (= Zahl der Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) fest, die für die Gemeinden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipostens und den Enzkreis folgendes Ergebnis brächten:

  • Wurmberg 1088
  • Wiernsheim 1720
  • Mönsheim 2103
  • Wimsheim 2441
  • Enzkreis 2848

Gespannt sei er, so Ruppert, ob und wie sich die Neuansiedlung der beiden Einkaufsmärkte ALDI und MiniMal sowie in ein paar Jahren die künftige Autobahnanschlussstelle auf die Kriminalitätsrate in Wurmberg auswirkten.

Zufrieden mit der Wurmberger Kriminalitätsstatistik zeigte sich auch Bürgermeister Helmut Sickmüller: "Bei uns ist die Welt nach wie vor in Ordnung."

Einen Ausblick gab Walter Ruppert auch auf die künftige Zuständigkeit der Polizei für die Gemeinde: "Der Polizeiposten Mönsheim wird aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2005 geschlossen. Für die Gemeinden Wiernsheim und Wurmberg ist dann der Posten Niefern-Öschelbronn, für Mönsheim und Wimsheim der Posten Heimsheim zuständig". Seine Kollegen und er seien nicht glücklich über die Entscheidung, den Mönsheimer Polizeiposten zu schließen, erklärt der kommissarische Postenführer weiter: "Die Orts- und Personenkenntnis gehen ein wenig verloren." Gerade diese Aspekte sowie ein sehr guter Draht zur Gemeindeverwaltung hätten z.B. in diesem Jahr dazu geführt, dass mehrere Straftaten in Wurmberg bereits vor Eingang der ersten Anzeige bei der Polizei aufgeklärt haben werden können. Auch die personelle Unterbesetzung der einzelnen Polizeiposten biete Anlass zu Kritik: "Von sechs Personen auf dem Papier verrichten derzeit gerade einmal zwei Beamte tatsächlich ihren Dienst beim Polizeiposten Mönsheim." Die übrigen seien entweder zu einer anderen Dienststelle abgeordnet, studierten oder befänden sich im Erziehungsurlaub.

Zur Einführung verlängerter Öffnungszeiten im Kindergarten Wurmberg
übernimmt die Gemeinde sämtliche zusätzliche Personalkosten und erfüllt eine entsprechende Bedingung des Kirchenbezirksausschusses des Dekanats Mühlacker. Dieser hatte seine Zustimmung zur Schaffung einer zusätzlichen Erzieherinnenstelle in Teilzeit (50 v.H.) von einer vollständigen Kostenübernahme durch die Gemeinde abhängig gemacht. Nachdem die Evang. Kirchengemeinde Wurmberg als Träger des Kindergartens einen ansteigenden Bedarf für verlängerte Öffnungszeiten ermitteln konnte, stimmte der Gemeinderat der Übernahme von zusätzlich ca. 2.000 EUR im Jahr einstimmig zu. Bereits im Juni dieses Jahres hatte der Gemeinderat die Einführung verlängerter Öffnungszeiten und die – vertraglich vereinbarte – anteilige Übernahme von Personalkosten in Höhe von ca. 18.000 EUR bewilligt. Die jetzige Regelung erfordere eine entsprechende Änderung des Vertrages zwischen Kirchengemeinde und bürgerlicher Gemeinde über die Förderung und den Betrieb der örtlichen Kindergärten, gab Bürgermeister Helmut Sickmüller bekannt. Allerdings, schränkte der Gemeinderat seine Zustimmung ein, müsse die tatsächliche Nutzung des Angebots genauestens überwacht werden.

Zur Sanierung der Kanalisation im Zuge der Eigenkontrollverordnung
vergab der Gemeinderat den Auftrag einstimmig an den günstigsten Bieter, die Firma Hermann, Pforzheim, zum Angebotspreis von 24.506,28 EUR. Wie Gemeindekämmerer Gerhard Grössle ausführte, würden die Arbeiten ausschließlich im aufgrabungsfreien Verfahren (Robotertechnik, Injektionsverfahren, Partlinersanierung) durchgeführt und beträfen folgende Gebiete:

  • Im Steinernen Kreuz
  • Kelterstraße
  • Luzernestraße
  • Neubärentaler Straße
  • Öschelbronner Straße
  • Pforzheimer Straße
  • Reutstraße.

Baugesuche
Bei zwei Enthaltungen erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen zum Antrag auf Baugenehmigung für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Lehrlingswohnraum auf dem Grundstück Flst.Nr. 5348, Münzenfeldstraße. Einstimmig erfolgte die Zustimmung des Gremiums zur Erteilung einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zur Errichtung einer Fertiggarage im Kenntnisgabeverfahren auf dem Grundstück Flst.Nr. 18345, Robert-Britsch-Straße 13.

Die Eröffnung einer Post-Service-Filiale
im Baustoffhandel Meeh, Hofstättstraße 37, ab 10. Dezember 2004 gab der Bürgermeister zum Abschluss der öffentlichen Gemeinderatssitzung bekannt. Bis zur Eröffnung des KOMM-IN-Dienstleistungszentrums in der Gollmerstraße werde die Post dort untergebracht sein, allerdings ohne die Leistungen der Postbank. Gleichzeitig schließe die bisherige Postfiliale in der Wiernsheimer Straße 6 ihre Pforten.


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