Aus der Gemeinderatssitzung vom 22. März 2012

Neubau eines Regenüberlaufbeckens an der Alten Pforzheimer Straße

- Vorplanung


In der Gemeinde Wurmberg gibt es bisher nördlich von Neubärental („Birkhof“) ein Regenüberlaufbecken mit einem Volumen von 831 m3, dem zwei Regenüberläufe vorgeschaltet sind.
Aufgrund geänderter wasserrechtlicher Vorschriften und der Erschließung neuer Baugebiete ist u.a. der Bau eines zusätzlichen Regenüberlaufbeckens notwendig.

Das von der Gemeinde beauftragte Büro Pöyry Deutschland GmbH, Friolzheim, hat eine Vorplanung für die Maßnahme erstellt. Dabei wurden zwei Planungsvarianten untersucht, wie das Becken am effektivsten an die bestehende Kanalisation und den vorhandenen Regenüberlauf angebunden werden kann.

Frank Kuhnle vom Büro Pöyry erläuterte dem Gemeinderat ausführlich die Planungsvarianten, die beide mit dem Landratsamt Enzkreis abgestimmt sind.
Bei Variante 1 wird das Regenbecken direkt an den vorhandenen Regenüberlauf angeschlossen. Hierfür sind am Regenüberlauf zwei Kernbohrungen mit einem Durchmesser von 1,3 m notwendig, in welche eine Edelstahlleitung eingebunden wird. Diese Rohrleitung führt von der Hauptkammer des Regenüberlaufs unterhalb der Feinrechenanlage durch die Entlastungskammer hindurch in das Regenbecken. Bei Variante 2 wird noch vor dem vorhandenen Regenüberlauf ein Schacht um die bestehende Zulaufleitung gebaut. Von diesem Schacht führt dann ein Abzweig in das Regenbecken. Der vorhandene Regenüberlauf wird bei dieser Variante nicht angetastet.
Hinsichtlich der Kosten sind die beiden Varianten zur Anbindung des neuen Beckens an den vorhandenen Regenüberlauf nahezu identisch. Bei Variante 1 ist die Anbindung des Regenüberlaufbeckens jedoch baulich schwierig herzustellen. Es ist sogar möglich, dass es zu Beschädigungen an der vorhandenen Feinrechenanlage kommt. Daher empfiehlt das Planungsbüro den Bau nach Planungsvariante 2.

Der Gemeinderat fasste jeweils einstimmig folgende Beschlüsse:
1. Der Gemeinderat folgt den Empfehlungen des Planungsbüros Pöyry und spricht sich für die Planungsvariante 2 aus, bei welcher der bestehende Regenüberlauf unverändert bleibt.
2. Das Büro Pöyry Deutschland GmbH, Friolzheim, wird beauftragt, auf dieser Grundlage die Entwurfsplanung nebst Kostenberechnung zu erstellen und die Arbeiten gemäß den vergaberechtlichen Bestimmungen auszuschreiben.
 
 

Erweiterung des Kindergartens Wurmberg

- Vorentwurfsplanung für den Neubau einer Kinderkrippe

Ab 1. August 2013 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kinderbetreuungseinrichtung für alle Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Für Baden-Württemberg wurde als Zielmarke eine Betreuungsquote der unter Dreijährigen von 34 Prozent festgesetzt. Diese soll bis Ende des Jahres 2013 erreicht werden.
 

Für die Gemeinde Wurmberg bedeuten die rechtliche Änderung und die genannten Zielvorgaben die Notwendigkeit zur Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten im Kindergarten Wurmberg.

Der Gemeinderat hat Architekt Ralph Boger, Wurmberg, mit der Planung für diese Erweiterung beauftragt. Gleichzeitig wurde vom Gremium festgelegt, dass die Erstellung der Planung durch eine Lenkungsgruppe begleitet werden soll. Dieser gehören Vertreter der Gemeinderatsfraktionen und der Gemeindeverwaltung, der Ev. Kirchengemeinde und des Kindergartenausschusses, des Elternbeirats des Kindergartens und der bürgerschaftlichen Projektgruppe „Soziales“ des Gemeindeentwicklungsplanes sowie die Kindergartenleitung an.

In einem Vorgespräch Anfang Januar haben Frau Gabriele Ulrich vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg und Frau Gabriele Völkle, Kindergartenfachberaterin beim Landratsamt Enzkreis, dem Planer Ralph Boger, der Kindergartenleiterin Christiane Reinhardt und Bürgermeister Jörg-Michael Teply die Rahmenbedingungen für die Erweiterung, insbesondere die Vorgaben für das Raumprogramm, erläutert. Auf dieser Grundlage hat Architekt Boger eine erste Vorentwurfsplanung erstellt, die am 7. März 2012 innerhalb der Lenkungsgruppe erörtert wurde und nunmehr dem Gemeinderat vorgestellt wurde.

Geplant ist, so Architekt Boger in der Sitzung, ein 16 x 16 m großer Neubau einer Kinderkrippe mit separatem Eingang und einer Nettonutzfläche von 175 m2 (zwei Gruppenräume mit Intensiv- und Schlafbereich, Küche, Sanitärbereich, Büro, Personal-/Elternzimmer), der an das „alte“ Kindergartengebäude angebaut werden soll. Die dort bestehende ehemalige Schwesternwohnung muss für den Neubau weichen, der darunter liegende Keller bleibt jedoch erhalten und kann weiter genutzt werden.
Zu den zu erwartenden Kosten meinte Boger, dass allein aufgrund überschlägiger Schätzung nach der Nutzfläche bzw. dem umbauten Raum mit einem Aufwand von mindestens 500.000 EUR gerechnet werden müsse.  Eine konkretere Aussage könne er jedoch erst nach Erstellung der Entwurfsplanung und zugehöriger Kostenberechnung machen.

Bürgermeister Jörg-Michael Teply ging auch auf die Überlegungen zur Schaffung eines Verbindungsbaus zwischen den beiden bestehenden Kindergartengebäuden für eine Ganztagesbetreuung ein: „Es handelt sich hierbei um eine eigenständige Maßnahme, die aus bautechnischen, organisatorischen und finanziellen Gründen vom Bau der Krippe zeitlich entkoppelt werden muss.“ Die Anträge auf Zuschüsse des Landes und des Enzkreises für den Krippenbau müssten noch im laufenden Jahr gestellt, die Maßnahme selbst möglichst bis zum Ende des Jahres 2013 abgewickelt werden. Allerdings solle, so der Bürgermeister, seiner Auffassung nach der Verbindungsbau unmittelbar im Anschluss an die Krippe realisiert werden.

Architekt Ralph Boger wird nunmehr die Entwurfsplanung für die Baumaßnahme ausarbeiten und anschließend der Lenkungsgruppe sowie dem Gemeinderat vorstellen. 
  

Verkehrsschau in der Gemeinde Wurmberg 

- Information über die Ergebnisse

Bürgermeister Jörg-Michael Teply und Hauptamtsleiter Patrick Hofstetter informierten den Gemeinderat über die vorläufigen Ergebnisse der Verkehrsschau, die am 7. März 2012 mit den Vertretern des Verkehrsamtes beim Landratsamt Enzkreis und der Verkehrspolizei stattgefunden hat. Zu den Punkten 1b) und 3c) – Einrichtung von Kreisverkehren – hatte das Büro Pöyry Deutschland, Friolzheim, im Vorfeld erste Studien zur Machbarkeit erstellt. Diese wurden dem Gemeinderat in der Sitzung durch Bürgermeister Teply erläutert.

Im Einzelnen:

1. Landesstraße L 1135 (OD Pforzheimer Straße):
a) Einrichtung einer stationären Radaranlage bzw. einer Verkehrsinsel
b) Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Pforzheimer Straße/ Neubärentaler Straße unter Einbeziehung der Waldenserstraße)
c) Anbringen eines Verkehrsspiegels bei der Einmündung aus der Luzernestraße

Zu a) Die durchschnittliche Beanstandungsquote von 2,7% in den Jahren 2006 – 2012 durch mobile Radarmessungen ist laut den Aussagen der Verkehrsbehörde das Landratsamtes Enzkreis viel zu gering, um eine stationäre Radaranlage einzurichten (mind. 7% gefordert).

Zu b) Insgesamt wurden durch das Büro Pöyry drei Planungsvarianten untersucht.  Verkehrsbehörde und Polizei haben sich dabei für eine Planungsvariante mit einem Durchmesser von 40 m ausgesprochen, die eine separate Zufahrt in den Kreisverkehr von der Waldenserstraße aus vorsieht. Ob und inwieweit das Land Baden-Württemberg als in der Hauptsache zuständiger Straßenbaulastträger eine solche Maßnahme genehmigt oder gar finanziell unterstützt, hängt insbesondere von der Leistungsfähigkeit und der Verkehrssicherheit des Knotenpunktes ab. Da an dieser Kreuzung kein Unfallschwerpunkt vorliegt, kann nur das Kriterium „Leistungsfähigkeit“ in die Waagschale geworfen werden. Das Landratsamt und die Gemeinde stimmen sich im Hinblick auf die weitere Vorgehensweise ab.

Zu c) Die Ausfahrt von der Luzernestraße in die Pforzheimer Straße ist nach Aussage der Verkehrsbehörde zwar nicht ideal, jedoch sind in den letzten fünf Jahren keinerlei Unfälle zu verzeichnen gewesen. Nach einer Begutachtung vor Ort kam die Verkehrsbehörde zum Ergebnis, dass kein Verkehrsspiegel eingerichtet werden muss.

2. Landesstraße L 1135 (OD Uhlandstraße): Verkehrsbehinderungen durch den ruhenden Verkehr – Parken nur einseitig zulassen (Gehweg nur noch auf einer Straßenseite?)

Die Verkehrsbehörde vertrat die Ansicht, dass durch einen größeren Abstand zwischen den Stellplatzbuchten auf Höhe des Grundstücks „Dihlmann“ auf der nordwestlichen Seite das Einscheren für die Verkehrsteilnehmer vielleicht etwas vereinfacht werden könnte.
Bei den beiden Stellplätzen auf der Südostseite der Uhlandstraße ist zudem eventuell partiell ein Fußgängerschutz in Form von Pfosten oder Pollern möglich, um das Überfahren des Gehweges zu verhindern.
Die Abteilung Straßenbau beim Verkehrsamt wird diese Ansätze näher beleuchten und die Gemeinde anschließend über die Ergebnisse informieren.

Ein durchgängiges Haltverbot auf der Uhlandstraße von der Kreuzung Wimsheimer Straße/ Uhlandstraße bis zum Rathaus würde zu schnelles Fahren fördern und soll daher aus Verkehrssicherheitsgründen auf keinen Fall eingeführt werden.


3. Landesstraße L 1175 (OD Wimsheimer Straße):
a) Gefährdung von Fußgängern auf dem best. Fußgängerüberweg im Kreuzungsbereich Wimsheimer Straße/ Uhlandstraße
b) Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Wimsheimer Straße/ Uhlandstraße unter Einbeziehung der Hofstättstraße

Zu a) Die Anbringung eines Blinklichts am Fußgängerüberweg in der Wimsheimer Straße zur Warnung der Verkehrsteilnehmer wurde vonseiten der Verkehrsbehörde erneut abgelehnt. Der Gemeinderat kann die Auffassung der Verkehrsbehörde, ein solches Blinklicht sei als zusätzliche Ablenkung für den Verkehrsteilnehmer eher eine Gefahrenquelle als ein Hilfsmittel für mehr Verkehrssicherheit, nach wie vor in keinster Weise teilen. Er sprach sich in der Sitzung daher geschlossen dafür aus, bei der Verkehrsbehörde die Anbringung eines Blinklichts an diesem Fußgängerüberweg weiterhin und mit Nachdruck einzufordern.

Zu b) Die Verkehrsbehörde unterstützt die Überlegungen der Gemeinde, an dieser Kreuzung einen Kreisverkehr einzurichten, da starke Verkehrsströme aus allen Fahrtrichtungen zu verzeichnen seien. Auch hier hat sich eine von drei Planungsskizzen als Favorit von Verkehrsbehörde, Polizei und Gemeinderat herauskristallisiert. Unter Einbeziehung des Grundstücks Flst.Nr. 1199/2 in Nachbarschaft der Kath. Kirche könnte ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 35 m realisiert werden, wobei die Höhenverhältnisse - der Bau einer Stützmauer wäre auf jeden Fall notwendig – noch nicht untersucht wurden.

Geplant ist nun, in Abstimmung mit dem Landratsamt einen gemeinsamen Besprechungstermin mit dem Regierungspräsidium anzuberaumen. Die Verkehrsbehörde wird hierzu die weitere Vorgehensweise abklären.

4. Kreuzung Waldenserstraße/ Schießmauerstraße: weitere Verbesserung der Fahrbahnmarkierung

Es wurde bereits eine Blockmarkierung im Kreuzungsbereich „Waldenserstraße/ Schießmauerstraße“ aufgebracht, um die Vorfahrtssituation zu verdeutlichen. Jedoch wird diese Blockmarkierung von vielen Verkehrsteilnehmern nicht beachtet und in der Schießmauerstraße sogar auf der linken Straßenseite umfahren, um einfacher den kleinen Verbindungsweg zur Pforzheimer Straße zu erreichen. Im Zuge der Erschließungsmaßnahme „Waldenserstraße“ soll der Kreuzungsbereich daher baulich verändert werden. Bis dahin könnte nach Auffassung der Gemeinde eine zusätzliche temporäre Mittelmarkierung die Straßenführung verdeutlichen. Die Verkehrsbehörde lehnt dies ab, da es dem Gebietscharakter (Zone 30) widerspricht. Der Gemeinderat votierte auch hier dafür, nicht von der Forderung nach der zusätzlichen Mittelmarkierung abzuweichen. 
 

5. Alte Pforzheimer Straße: Einrichtung einer Tempo 30-Zone

Die Verkehrsbehörde hatte keine Einwände gegen die Einrichtung einer 30er-Zone im Abschnitt von der Neubärentaler Straße bis zur Einmündung „Im Steinernen Kreuz“, da dieser Bereich inzwischen vorrangig durch Wohnbebauung geprägt ist. Innerhalb eines Gewerbegebiets sei die Anordnung einer 30er-Zone dagegen nicht möglich.
Weiterhin soll ein Fußweg entlang des Festplatzes ausgewiesen werden, um eine sichere Fußwegeverbindung zum Sportplatz zu ermöglichen.

6. Forchenstraße: Einrichtung von Geschwindigkeitsschwellen

Der Einbau von Geschwindigkeitsschwellen hat sich nach Ansicht der Verkehrsbehörde bisher nicht bewährt. Die Kosten für den Unterhalt sind zu hoch, zusätzlich wird eine ständige Lärmbelästigung für die Anwohner geschaffen.
Daher soll in der Forchenstraße zunächst nochmals an verschiedenen Terminen ein Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt und die Ergebnisse ausgewertet werden.

7. Glasbronnenstraße: Einrichtung einer Querungshilfe bei der best. Bushaltestelle

Die Anlegung eines Fußgängerüberwegs bzw. einer Querungshilfe wurde vonseiten der Verkehrsbehörde abgelehnt (Gründe: Mindestverkehrsstärke nicht erreicht, freie Sicht mit einer Erkennbarkeit auf 100m bzw. 50m nicht gewährleistet, geforderte Mindestquerungen nicht vorhanden).
Bei einer Besichtigung vor Ort wurde entschieden, den Fußweg mehr in Richtung der Bushaltestelle zu verlegen. Dadurch wird der Abstand zur nördlich gelegenen Kurve vergrößert und für Fußgänger wie Kfz-Lenker eine bessere Sicht geschaffen.

8. Kreuzung Klosterwaldstraße/ Seehausstraße: Anbringen eines Verkehrsspiegels

Auf die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Kreuzung Klosterwaldstraße/Seehausstraße kann nach Ansicht der Verkehrsbehörde und der Gemeinde verzichtet werden, da die Sicht für den Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist.

9. Kreuzung Öschelbronner Straße/ Gollmerstraße: Anbringen eines Verkehrsspiegels bei der Kirchenausfahrt, evangelische Kirche (bereits behandelt in Verkehrsschau 2004 und auch 2005).

Die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Kreuzung Öschelbronner Straße/ Gollmerstraße ist nach Meinung der Verkehrsbehörde ebenfalls nicht notwendig, da bei vorsichtiger Ausfahrt aus dem Kirchhof die Sicht auch hier gewährleistet sei. Weiterhin werde die geplante Ortsumgehung für eine Entlastung der Öschelbronner Straße sorgen.

10. Kreisstraße K 4570: Anlage eines Fahrrad- und Fußwegs zwischen Wurmberg und Neubärental

Der Antrag auf Bau eines Rad- und Fußwegs entlang der K4570 zwischen Wurmberg und Neubärental durch den Enzkreis bzw. dessen finanzielle Bezuschussung wurde vor einigen Jahren durch das Landratsamt abschlägig beschieden (Gründe: zu geringe Verkehrsstärke, keine geeignete Anbindung des Weges an das weitere Straßen- und Wegenetz). Es besteht nun aber grundsätzlich die Möglichkeit, den Rad- und Fußweg bei der Radwegekommission des Enzkreises neu zu beantragen. Herr Urs Keil, neuer Verkehrsplaner beim Enzkreis, hat zugesagt, sich Gedanken über eine mögliche Anbindung des Radwegs an die Straße zu machen.
Der Gemeinderat sprach sich geschlossen für eine erneute Beantragung des Rad- und Fußwegbaus beim Enzkreis aus.

Gemeinderat Felix Beigel (FWV) ergänzte die Punkte der Verkehrsschau um den Hinweis, dass die Schmiedestraße von vielen Verkehrsteilnehmern als Abkürzung genutzt werde. Dadurch komme es häufig an der Kreuzung zur Wiernsheimer Straße zu gefährlichen Verkehrssituationen. Seiner Ansicht nach sollte dringend ein „Anlieger frei“-Schild in der Schmiedestraße angebracht werden.

 

Breitbandversorgung

- Gegenseitige Kooperationszusicherung zwischen der SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co.KG und der Gemeinde Wurmberg

Sowohl die Gemeinde Wurmberg als auch die Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG (SWP) verfügen derzeit über ein jeweils eigenes Leerrohrnetz auf dem Gebiet der Gemeinde, welches auch in Zukunft weiter ausgebaut werden soll.

Die SWP bietet daher der Gemeinde an, für den Fall des zukünftigen Aufbaus einer Versorgung des Gemeindegebietes mit Breitbandverkabelung exklusiv mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten und die beiden Leerrohrnetze einer gemeinsamen wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen (Kooperationszusicherung bis zum 31. Dezember 2021).

Darüber hinaus wird vonseiten der SWP hinsichtlich des künftigen Ausbaus der Leerrohrnetze angeboten, die künftige Verlegung von Leerrohren gemeinsam vorab zu koordinieren und dabei Art und Umfang des Leerrohrausbaus einvernehmlich festzulegen. Hierdurch soll die unwirtschaftliche „Doppelverlegung“ von Leerrohren vermieden und gleichzeitig eine zukunftsfähige Versorgung des Gemeindegebietes mit einem für eine Breitbandverkabelung geeigneten Leerrohrnetz gewährleistet werden.

Die Details der künftigen Nutzung der beiden Leerrohrnetze müssen noch in einem eigenständigen Kooperationsvertrag festgelegt werden, welcher gemeinschaftlich nach Vorliegen einer detaillierten Strategie und Planung für eine Breitbandverkabelung im Gemeindegebiet erarbeitet werden soll.

Der Gemeinderat erteilte dem Bürgermeister geschlossen die Ermächtigung, der SWP die Kooperationszusicherung zu bestätigen und die weiteren Details der Zusammenarbeit festzulegen.

Allerdings, so Bürgermeister Teply, komme eine Bestätigung der Kooperationsvereinbarung von Seiten der Gemeinde nur in Frage, wenn grundlegend Einigkeit über die Standards der Leerrohrverlegung besteht. Hier lägen die Vorstellungen der SWP und der Gemeinde derzeit noch auseinander.

 

Neubestellung der Mitglieder des Gutachterausschusses

Wegen Ablauf der Amtszeit der Mitglieder des Gutachterausschusses ist dieser für wiederum vier Jahre mit sachkundigen Personen neu zu besetzen. Aufgabe des Gutachterausschusses ist die Fertigung von Gutachten bebauter und unbebauter Grundstücke, die u.a. Grundlage für Zwangsversteigerungen, Verkaufsverhandlungen, Erb- oder Trennungsauseinandersetzungen bilden.

Nach Vorberatung in der Gemeinderatssitzung im Januar beschloss der Gemeinderat im Wege der Einigung, den Gutachterausschusses wie folgt neu zu besetzen und die Mitglieder zu bestellen:

Vorsitzender:  Wolfgang Hägele
Stv. Vorsitzender: Uwe Hansen

Gutachter: Hartmut Weeber, Felix Beigel, Uwe Schaan 
Stellvertreter: Gerhard Grössle, Erwin Essig
 

 
Baugesuche 

Im Rahmen des Baugesuchs zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage auf dem Grundstück Flst.Nr. 6678, Buchenweg 8, erteilte der Gemeinderat den beantragten Befreiungen (Überschreitung der südlichen Baugrenze mit dem Hauptgebäude und dem Erker sowie der Unterschreitung der EFH) einstimmig sein Einvernehmen.
Die beantragte Überschreitung der westlichen Baugrenze mit der Garage um 2,60 m wurde einstimmig abgelehnt. Der Gemeinderat einigte sich jedoch darauf, einer Überschreitung der Baugrenze um maximal 1,00m zuzustimmen.

Weiterhin stimmte der Gemeinderat beim Baugesuch zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage auf dem Grundstück Flst.Nr. 6646, Eichenring 36, mehrheitlich der beantragten Überschreitung der östlichen Baugrenze mit der Garage unter der Bedingung zu, dass auch hier die Überschreitung maximal 1,00 m betragen dürfe. Zusätzlich muss der Bauherr einen Ausgleich für den Eingriff in das Pflanzgebot schaffen, indem er auf der Südseite seines Grundstücks einen Pflanzanteil vorsieht.

Beim Baugesuch zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garagen auf dem Grundstück Flst.Nr. 6651, Eichenring 26, erteilte der Gemeinderat den beantragten Befreiungen (Unterschreitung der EFH, Überschreitung der zulässigen Traufhöhe sowie Überschreitung der westlichen Baugrenze mit dem Erker) einstimmig sein Einvernehmen.
Der Überschreitung der maximalen Gebäudelänge (13m) wurde nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass es sich hierbei um einen Anbau in eingeschossiger Höhe handelt. Eine eventuelle Überschreitung der maximalen Gebäudelänge im zweigeschossigen Bereich lehnte der Gemeinderat geschlossen ab.
Der beantragten Befreiung zur Errichtung eines Carports auf der östlichen Grundstücksgrenze außerhalb des Baufensters wurde das Einvernehmen mehrheitlich nicht erteilt.

 

Verschiedenes, Bekanntgaben

Wurmberger Gemarkungsputzete am 16./17. März 2012

Bürgermeister Teply informierte das Gremium über den Verlauf der Wurmberger Gemarkungsputzete am 16./17. März 2012. Organisiert wurde die Aktion von der Projektgruppe für Landwirtschaft, Naherholung und Natur des Gemeindeentwicklungsplans mit Unterstützung der Gemeinde. Bei strahlendem Sonnenschein waren bereits am Freitag rund 130 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wurmberg mit ihren Lehrerinnen und Schulleiter Erwin Heger im Areal zwischen den Straßen nach Wiernsheim, Mönsheim und Wimsheim unterwegs. Samstags wurde das übrige Gemeindegebiet von gleichfalls rund 130 fleißigen Helferinnen und Helfern von Müll und Unrat befreit. Insgesamt wurden an den beiden Tagen knapp 1,9 Tonnen Müll gesammelt. Der Bürgermeister dankte noch einmal den Organisatoren sowie allen Helferinnen und Helfern für ihr großes ehrenamtliches Engagement im Rahmen dieser Säuberungsaktion.

  
Fahrbahndeckensanierung K4570  

Der Bürgermeister teilte mit, dass er vom Landratsamt Enzkreis über die im Juni 2012 geplante Fahrbahndeckensanierung auf der K4570 (von der Einfahrt „Im Steinernen Kreuz“ bis zum Baugebiet „Bronnenfeld“) in Kenntnis gesetzt worden sei. Die Sanierung solle in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden, um auch während der Maßnahme die Zufahrt in das Gewerbegebiet „Im Welschen Feld“ zu gewährleisten.
Vonseiten des Gemeinderates wurde angeregt, den beschädigten Kreuzungsbereich „Neubärentaler Straße/ Im Steinernen Kreuz“ im Zuge dieser Maßnahme ebenfalls gleich auszubessern.

 
Planungen zur Errichtung einer Gemeinschaftsschuppenanlage 

Weiterhin führte Bürgermeister Teply aus, dass die geplante Gemeinschaftsschuppenanlage in diesem Jahr angegangen werden solle. Der Gemeinderat habe im Haushalt für das Jahr 2012 die entsprechenden Mittel bereitgestellt. Zunächst sei nun eine Besichtigungsfahrt geplant, bei der ähnliche Schuppenanlagen begutachtet werden sollen.

 
Austausch beschädigter Bordsteine 

Gemeinderat Felix Beigel (FWV) erkundigte sich, wann der Bauhof die beschädigten Bordsteine in der Uhlandstraße und der Wiernsheimer Straße austauschen werde.
Bürgermeister Teply teilte mit, dass diese Maßnahme bereits im Aufgabenkatalog des Bauhofs enthalten sei, jedoch habe man aufgrund des gesundheitsbedingten Ausfalls eines Mitarbeiters seit einigen Wochen mit personellen Engpässen zu kämpfen.


KOMM-IN

Gollmerstr. 17
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-30
Fax 07044 9449-50

Mo, Di, Fr:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Mi:07:30 - 13:00 Uhr
Do:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Sa:09:30 - 12:00 Uhr

Rathaus

Uhlandstr. 15
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-0
Fax 07044 9449-40

Mo - Di:09:00 - 12:00 Uhr
Mi:15:00 - 18:00 Uhr
Do - Fr:09:00 - 12:00 Uhr


Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.

Schließen