Aus der Gemeinderatssitzung vom 18. April 2013

Bürgermeister Jörg-Michael Teply dankt Karl-Heinz Decker für sein Engagement im Gemeinderat

Ausscheiden von Herrn Karl-Heinz Decker aus dem Gemeinderat

- Feststellung des Verlustes der Wählbarkeit in den Gemeinderat

Gemeinderat Karl-Heinz Decker (FWV) hat seinen Hauptwohnsitz mit Wirkung vom 27. März 2013 nach Mönsheim verlegt. Nach der Gemeindeordnung scheiden Mitglieder aus dem Gemeinderat aus, welche die Wählbarkeit verlieren. Wählbar in den Gemeinderat sind nur Bürger der Gemeinde.

Mit dem Wegzug verliert Herr Decker das Bürgerrecht und somit die Wählbarkeit in den Gemeinderat der Gemeinde Wurmberg. Das Ausscheiden aus dem Gremium tritt automatisch ein. Zur Klarstellung der Rechtslage trifft jedoch der Gemeinderat die Feststellung, was vom Gremium auch einstimmig bestätigt wurde.

Herr Decker wurde im Rahmen der Sitzung aus dem Gemeinderat verabschiedet. Bürgermeister Teply dankte Herrn Decker für die sehr angenehme, harmonische und konstruktive Zusammenarbeit in den letzten dreieinhalb Jahren und überreichte ihm als kleine Anerkennung ein Präsent der Gemeinde.
 

Nachrücken einer Ersatzbewerberin/eines Ersatzbewerbers in den Gemeinderat

Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 07. Juni 2009 würde für Herrn Karl-Heinz Decker als nächster Ersatzbewerber des Wahlvorschlags der Freien Wählervereinigung (FWV) Herr Werner Seyfried in den Gemeinderat nachrücken. Herr Seyfried hat jedoch gegenüber der Gemeindeverwaltung erklärt, dass er die Übernahme der ehrenamtlichen Tätigkeit im Gemeinderat aus wichtigem Grund („mehr als 62 Jahre alt“) ablehnt, was vom Gemeinderat auch einstimmig bestätigt wurde.

Nach dem weiteren Ergebnis der Kommunalwahl vom 07. Juni 2009 rückt nach Herrn Werner Seyfried Frau Simone Dutt-Thode als nächste Ersatzbewerberin des Wahlvorschlags der FWV in den Gemeinderat nach. Frau Dutt-Thode ist zur Übernahme und Ausübung des Ehrenamtes bereit. Der Gemeinderat stellte einstimmig fest, dass bei ihr keine Hinderungsgründe zur Ausübung des Amtes vorliegen. Frau Dutt-Thode wurde daher von Bürgermeister Teply im Rahmen der Gemeinderatssitzung auf die Erfüllung ihrer Amtspflichten verpflichtet.
 

Umbesetzung von Ausschüssen und sonstigen Gremien

Herr Karl-Heinz Decker war während seiner Tätigkeit im Gemeinderat als Vertreter für die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes „Heckengäu“ sowie als Stellvertreter für den Bauausschuss und die Verbandsversammlung des Schulverbandes „Platte“ gewählt.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat sind diese Positionen neu zu besetzen. Der Gemeinderat beschloss, diese Aufgaben im Wege der Einigung auf die neu verpflichtete Gemeinderätin Simone Dutt-Thode zu übertragen.
 

Schulverband Platte; Einrichtung einer Gemeinschaftsschule

a)    Grundsatzbeschluss über die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Wiernsheim/ Mönsheim ab dem Schuljahr 2014/2015

b)    Weisungsbeschluss an die Vertreter der Gemeinde Wurmberg im Schulverband Platte (Schulträger) auf Beantragung einer Gemeinschaftsschule ab dem Schuljahr 2014/2015

Seit Oktober 2012 besteht an der Heckengäuschule in  Wiernsheim eine Arbeitsgruppe „Schulentwicklung“, welche sich – wie der Name schon besagt – mit der weiteren Entwicklung der Schule und somit auch der zukünftigen Schulform an den beiden Schulstandorten Wiernsheim/Mönsheim beschäftigt. Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter der Lehrer- und Elternschaft, die Schulleitung, Fachberater und der Schulträger an.

Nach Besuchen der Gemeinschaftsschule Kupferzell (Landkreis Schwäbisch Hall) durch die Arbeitsgruppe (mit Vortrag, Diskussionsrunde und vor allem Einblick in den aktiven Unterricht) und der Gemeinschaftsschule Schliengen (Landkreis Lörrach) durch das Lehrerkollegium reifte in der Arbeitsgruppe und im Lehrerkollegium der Entschluss, gemeinsam den Weg in Richtung Gemeinschaftsschule beschreiten zu wollen.

Die seitens der Landesregierung von Baden-Württemberg forcierte Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zielt auf eine Entwicklung weg vom dreigliedrigen Schulsystem hin zum längeren gemeinsamen Lernen. In einer Gemeinschaftsschule sollen unter einem Dach Kinder und Schüler mit unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten zum entsprechenden Schulabschluss geführt werden.

Zielsetzung ist, die Genehmigung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ab dem Schuljahr 2014/15 zu erreichen. Eine für das weitere Verfahren notwendige Absichtserklärung wurde gegenüber dem Staatlichen Schulamt Pforzheim bereits abgegeben.

Frau Monika Becker, Rektorin der Grund- und Werkrealschule Heckengäu, war nun in der Gemeinderatssitzung anwesend und stellte dem Gremium das Konzept einer Gemeinschaftsschule an den Standorten Wiernsheim und Mönsheim detailliert vor.

Voraussetzungen für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule:

  • Schaffung eines gemeinsamen Bildungsgangs für Schüler der Sekundarstufe 1 (Klasse 5 – 10), gestaffelt nach den individuellen Leistungsmöglichkeiten eine der Hauptschule, der Realschule oder dem Gymnasium entsprechende Bildung (Schulpädagogisches Konzept).
  • Die Gemeinschaftsschule ist mindestens 2-zügig (nur im Ausnahmefall 1-zügig), d.h. die Schülerzahlen müssen stabil über 28 Schüler (Klassenteiler) liegen. Eine Übersicht über die Entwicklung der Kinderzahlen in den Jahren 2014 – 2018 lag dem Gemeinderat vor.
  • Der Unterricht findet grundsätzlich an einem Standort statt. In begründeten Fällen kann eine GMS in „horizontaler Teilung“, und zwar nur in dieser Form, an zwei Standorten eingerichtet werden. Eine horizontale Teilung bedeutet, dass z. B. die Klassenstufen 5-7 am Standort Mönsheim und die Klassenstufen 8-10 am Standort Wiernsheim unterrichtet werden.
  • Die GMS wird in der Sekundarstufe 1 an drei oder vier Tagen je Woche als verbindliche Ganztagesschule mit einem Umfang von 8 Zeitstunden geführt.
  • Nachweis der bestehenden und geplanten räumlichen und sachlichen Ausstattung der Schulgebäude, welche für die Einrichtung einer GMS notwendig sind
  • Darlegung der Schulwegsituation/ ÖPNV

Frau Becker führte weiter aus, dass die Antragstellung durch den Schulverband Platte bis spätestens 1. Oktober dieses Jahres beim Staatlichen Schulamt erfolgt sein müsse, um eine Chance auf Genehmigung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2014/15 zu haben.

Bürgermeister Jörg-Michael Teply wies ergänzend auf eine geplante Informationsveranstaltung für die Elternschaft und die Bevölkerung hin, die am 18. Juni 2013 in Wiernsheim stattfinden wird.

Der Gemeinderat nutzte im Anschluss an die Ausführungen der Rektorin die Gelegenheit, ausführlich Fragen zur Gemeinschaftsschule zu stellen. Kritische Anmerkungen blieben dabei nicht aus. So meinte Gemeinderat Dietmar Schaan (NWV), die Gemeinschaftsschule werde hier oben auf dem Land nicht die nötige Akzeptanz finden.

Fraktionskollege Erwin Heger sowie Gemeinderätin Ulrike Althaus (CDU) vertraten die Auffassung, dass kein Weg an der Gemeinschaftsschule vorbeiführe, wolle man den Schulstandort Wiernsheim/Mönsheim für eine weiterführende Bildungseinrichtung nicht verlieren.

Gerhard Hermann (CDU) stimmte dem zu und betonte: „Ich spreche mich für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule aus - aber nicht aus Überzeugung, sondern weil ich mich durch die Landesregierung dazu genötigt sehe.“

Der Gemeinderat fasste letztlich jeweils mit zwölf Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme folgende Beschlüsse:

a)    Der Gemeinderat stimmt der beabsichtigten Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Wiernsheim/Mönsheim ab dem Schuljahr 2014/2015 grundsätzlich zu.
b)    Den Vertretern der Gemeinde Wurmberg im Schulverband Platte wird Weisung erteilt, in der Verbandsversammlung für die Antragstellung auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Wiernsheim/Mönsheim ab dem Jahr 2014/2015 zu stimmen.
 

Kindergartenvertrag zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Wurmberg und der Gemeinde Wurmberg

- Vorberatung über die Vertragsänderung

Die gesetzlichen Vorschriften und hieraus resultierend die Rahmenbedingungen für die (Klein-) Kinderbetreuung wurden in den letzten Jahren fortentwickelt und stark verändert. Exemplarisch sei an dieser Stelle nur auf den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung bzw. in der Kindertagespflege für Kinder ab vollendetem ersten Lebensjahr (ab 01.08.2013) oder auch auf die stufenweise Erhöhung des Mindestpersonalschlüssels in Kindergärten und altersgemischten Tageseinrichtungen in den zurückliegenden Jahren verwiesen.

Durch diese Veränderungen ist der seit 01.01.2007 geltende Kindergartenvertrag zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Wurmberg und der bürgerlichen Gemeinde in verschiedenen Punkten überholt.

Auch wenn dies aufgrund der sehr konstruktiven und harmonischen Zusammenarbeit in der Abwicklung zu keinerlei Problemen geführt hat, bittet die Evangelische Kirchengemeinde um Anpassung des Vertrages an die aktuellen Gegebenheiten. Hintergrund ist insbesondere die Vorgabe der Landeskirche bzw. des Kirchenbezirks, keine zusätzlichen Kosten z.B. für die Kleinkindbetreuung oder auch die Überschreitung des Mindestpersonalschlüssels zu übernehmen.

Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde und der Gemeindeverwaltung haben gemeinsam einen Entwurf einer Neufassung des Vertrages erarbeitet, der in der Sitzung vorberaten wurde. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Vereinbarung wurden in der Sitzung ausführlich von Bürgermeister Teply erläutert.

Der Gemeinderat äußerte hinsichtlich der geplanten Änderung des Kindergartenvertrages zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Wurmberg und der Gemeinde Wurmberg keine Einwände.
 

Gründung eines Zweckverbandes zum Betrieb eines gemeinsamen Bauhofes durch die Gemeinden Mönsheim, Wimsheim und Wurmberg

a)    Beschluss über die Vereinbarung einer Verbandssatzung

Die Gemeinderäte der Gemeinden Mönsheim, Wimsheim und Wurmberg haben Ende 2011 die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg (GPA) mit einer Voruntersuchung beauftragt, die Potenziale einer möglichen Zusammenarbeit im Bereich des Bauhofes zu untersuchen.

Als Ergebnis ergab sich dabei, dass die Einrichtung und der Betrieb eines gemeinsamen Bauhofes der drei Gemeinden an einem Standort die sinnvollste Form der Zusammenarbeit wäre. Aufgrund der räumlichen und örtlichen Gegebenheiten (Grundstücksgröße, Zustand und Größe des Gebäudes, Erweiterbarkeit) war zudem schnell offensichtlich, dass als Standort für den gemeinsamen Bauhof das bisherige Wurmberger Bauhofgelände am geeignetsten ist. Als Organisationsform ist die Gründung eines Zweckverbandes vorgesehen.

Die Gemeinderäte aller beteiligten Gemeinden haben auf dieser Grundlage Grundsatzbeschlüsse für die Einrichtung eines gemeinsamen Bauhofes gefasst und die Verwaltungen beauftragt, eine detaillierte Planung zur Kooperation auszuarbeiten.

Eine Projektgruppe, welcher jeweils drei Gemeinderatsmitglieder der beteiligten Gemeinden (für Wurmberg: Gerhard Hermann - CDU, Dietmar Schaan - NWV, Karl-Heinz Decker - FWV) sowie die drei Bürgermeister angehören, hat die notwendigen Beschlüsse vorbereitet und sich im Einzelnen mit folgenden Punkten befasst:

  • Festlegung des Aufgabenkatalogs für den gemeinsamen Bauhof
  • Bewertung von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten, sonstiger Ausstattung und Immobilien zur Eigentumsübertragung an den zu gründenden Zweckverband
  • Erarbeitung des Entwurfs einer Zweckverbandssatzung  für den gemeinsamen Bauhof
  • Anforderungsprofil des Bauhofleiters

Am 18. März 2013 fand eine gemeinsame Informationsveranstaltung der drei Gemeinden für die Bevölkerung in der Alten Kelter in Mönsheim statt, die gut besucht war.

Bislang offen war noch die Kostenschätzung des Architekturbüros Boger für eine zweckmäßige Erweiterung des Bauhofes in Wurmberg. Herr Boger kommt bei seiner Berechnung – Erweiterung der Halle um 3 Felder (je 6 x 24 m) auf Bruttokosten in Höhe von rund 352.000,- EUR. Diese schlüsseln sich im Einzelnen wie folgt auf:

•    Herrichten und Erschließen    5.000,00 EUR
•    Bauwerk/Baukonstruktionen    234.000,00 EUR
•    Erweiterung Heizung    4.000,00 EUR
•    Elektroinstallationen    12.000,00 EUR
•    Sanitär/Lüftung    9.500,00 EUR
•    Baunebenkosten (12%)    31.740,00 EUR
•    Summe    296.240,00 EUR
•    zzgl. MwSt (19%)    56.285,60 EUR
•    Gesamt brutto    352.525,60 EUR

Ein eventueller Umstieg bei der Heizung (Holz-Hack-Schnitzel statt Elektro) würde zusätzlich zu Mehrkosten in Höhe von brutto ca. 64.000,- EUR führen.

Abhängig von der Wahl der Heizung bedeutet dies einen Aufwand von ca. 120.000 – 140.000,- EUR je Gemeinde (Kostentragung zu je einem Drittel).

Nicht berücksichtigt ist das Herrichten der Außenanlagen, das bei vollständiger externer Vergabe mit geschätzten Kosten von rund 150.000,- EUR netto (bei einer angesetzten Fläche von 2.000 m2) zu Buche schlagen würde. Allerdings besteht in diesem Bereich erhebliches Einsparpotenzial durch Eigenleistungen des „neuen“ Bauhofes.

Voll von der Gemeinde Wurmberg zu tragen sind die Kosten für den Abbruch der immer noch auf dem Gelände stehenden Baracken, in denen in den 1990er Jahren Asylbewerber untergebracht waren. Diese Kosten werden durch das Büro Boger mit ca. 15.000,- EUR netto beziffert.

Wie bereits in der Sitzung im Februar erläutert, stehen diesem Aufwand für die Gemeinde Wurmberg Einnahmen aus der Entschädigung für die Überlassung des Bauhofgebäudes und der eingebrachten Gerätschaften, Maschinen, Fahrzeuge, Ausstattung in Höhe von rund 360.000,- EUR gegenüber.

Zur Bildung des Zweckverbandes (sog. Freiverband) müssen gemäß dem Gesetz über kommunale Zusammenarbeit (GKZ) die Beteiligten eine Verbandssatzung miteinander vereinbaren. Hierzu ist erforderlich, dass die Gemeinderatsgremien die Satzung im exakt gleichen Wortlaut beschließen. Der Gemeinderat stimmte denn auch dem vorgelegten Satzungsentwurf einstimmig zu und beschloss, zur Bildung des Zweckverbandes „Bauhof Heckengäu“ diese Verbandssatzung mit den Gemeinden Mönsheim und Wimsheim zu vereinbaren.

Ergänzend teilte Bürgermeister Teply mit, dass für die ausgeschriebene Bauhofleiterstelle insgesamt 28 Bewerbungen eingegangen seien. Man werde nun in der kommenden Woche fünf Bewerber zu einer ersten Vorstellungsrunde einladen, um eine Vorauswahl für die Verbandsversammlung zu treffen. Die Entscheidung über die Vergabe der Bauhofleiterstelle werde letztlich von der Verbandsversammlung selbst gefällt. Deren konstituierende Sitzung ist für Mittwoch, 8. Mai 2013, voraussichtlich 18.00 oder 19.00 Uhr, Rathaus Mönsheim, Sitzungssaal, vorgesehen.

b)    Wahl der Vertreter der Gemeinde Wurmberg in der Verbandsversammlung

In der Verbandssatzung ist bestimmt, dass jede Gemeinde neben dem Bürgermeister durch drei Mitglieder des Gemeinderates in der Verbandsversammlung vertreten ist.
Der Gemeinderat benannte im Wege der Einigung folgende Vertreter (und Stellvertreter) für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Bauhof Heckengäu“:

Für die CDU: Gerhard Hermann (Thomas Meeh)
Für die FWV: Karlheinz Binder (Felix Beigel)
Für die NWV: Dietmar Schaan (Erwin Heger)
 

Bau eines landwirtschaftlichen Gemeinschaftsschuppens

- Sachstandsinformation und weiteres Vorgehen

Nach dem positiven Bauvorbescheid des Baurechtsamtes für die Errichtung eines landwirtschaftlichen Gemeinschaftsschuppens hat die Verwaltung mit den Interessenten weitere Gespräche geführt, um die Eckpunkte für die Umsetzung abzustimmen. Festzuhalten ist, dass die der Bauvoranfrage zugrunde liegenden Nutzungsbedingungen von den Interessenten vollumfänglich akzeptiert werden.

Für den Bau des Gemeinschaftsschuppens hat die Verwaltung zwischenzeitlich Angebote für die benötigten Gewerke eingeholt und die anfallenden Kosten zusammengestellt. Dabei konnten durch einige Anpassungen/Änderungen erreicht werden, dass der von den Interessenten in Übereinstimmung mit der Verwaltung vorgegebene Kostenrahmen von 20.000,- bis 25.000,- Euro pro Box eingehalten wäre.

Aus Sicht der Gemeindeverwaltung musste jedoch hinsichtlich der nachfolgend genannten Aspekte über eine anteilige Kostentragung durch die Gemeinde nachgedacht werden:

1.    Dacheindeckung:
Bereits in der vorletzten Gemeinderatssitzung wurde das Gremium darüber informiert, dass für die reine Nutzung als Gemeinschaftsschuppen eine Dacheindeckung mit Faserzementplatten ausreichend wäre.
Da jedoch aber auch die Installation einer Photovoltaikanlage in Erwägung gezogen wird, sollte über ein qualitativ höherwertiges Dach nachgedacht werden. Es kämen hier - wie bei der bereits bestehenden Bauhofhalle - Sandwichplatten in Betracht, die insbesondere bezüglich Temperaturschwankungen und der mechanischen Belastung (z.B. durch Begehung für die Montage) wesentlich unempfindlicher sind.
Die Preisdifferenz zwischen diesen beiden Varianten liegt bei 17.700,31 Euro und wäre grundsätzlich der Photovoltaikanlage zuzurechnen. Da die Nutzer des landwirtschaftlichen Gemeinschaftsschuppens durch die vermeintlich längere Haltbarkeit der Sandwichplatten einen gewissen Vorteil hätten, wäre zumindest eine teilweise Anrechenbarkeit der Mehrkosten zu Lasten des Gemeinschaftsschuppens denkbar.

Der Gemeinderat sprach sich nach längerer Beratung letztlich für die höherwertigere Dacheindeckung mit Sandwichplatten und eine Kostenverteilung von zwei Dritteln (Gemeinde) zu einem Drittel (Mieter) aus.

2.    Elektrohausanschluss:
Bei der Herstellung des Elektrohausanschlusses muss darauf geachtet werden, dass die Ableitung des von der PV-Anlage produzierten Stroms gewährleistet ist. Hierfür ist parallel zur Stromzuleitung eine weitere Stromleitung zu verlegen, deren Kosten der PV-Anlage zuzurechnen sind. Da beide Leitungen im selben Graben verlegt werden, schlug die Verwaltung eine Kostenteilung vor, welcher sich der Gemeinderat auch anschloss.

Die Angebotspreise der Firma Wolf (Hallenbau) galten ursprünglich bis Ende März, eine Aufrechterhaltung bis Ende April konnte erreicht werden. Eine weitere Verlängerung ohne Preiserhöhungen ist zumindest fraglich, weshalb baldmöglichst eine Beauftragung erfolgen sollte.

Hierzu müssen jedoch die vertraglichen Vereinbarungen mit den Mietern/Nutzern abgeschlossen sein. Erst nach deren Unterzeichnung durch die Mieter soll eine Beauftragung der Fa. Wolf erfolgen und das entsprechende Baugesuch gestellt werden.

Die Vertragsentwürfe wurden von der Verwaltung erarbeitet und durch Notar Mauch und ein Anwaltsbüro überprüft. Der Gemeinderat stimmte diesen Vertragsentwürfen inhaltlich ebenfalls zu.

Nach derzeitigem Stand sind insgesamt acht Mieter für die Boxen vorhanden, ein weiterer könnte noch dazukommen. Allerdings ist eine separate Ausschreibung im Amtsblatt noch nicht erfolgt. Deshalb musste noch geklärt werden, ob das Projekt auch umgesetzt werden soll, wenn im schlimmsten Fall nur acht Boxen vermietet werden können und die Gemeinde – zumindest vorläufig – die Kosten für zwei Boxen übernehmen müsste.

Der Gemeinderat sprach sich für die Umsetzung des Projektes aus, wenn für mindestens acht Boxen sofort Mietvereinbarungen abgeschlossen werden können und die Kostentragung der Gemeinde für die verbleibenden beiden Boxen auf maximal zwei bis drei Jahre beschränkt bleibt. Zielsetzung ist, diese verbleibenden Boxen so schnell wie möglich zu vermieten. 
 

Baugesuche

Bei folgenden Bauanträgen erteilte der Gemeinderat jeweils das notwendige Einvernehmen bzw. die Zustimmung zu erforderlichen Befreiungen/Ausnahmen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes:

a)    Antrag auf Erteilung einer Befreiung sowie von Ausnahmen im Kenntnisgabeverfahren zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport auf dem Grundstück Flst.Nr. 6655, Eichenring 18

b)    Antrag auf Erteilung von Befreiungen im Kenntnisgabeverfahren zum Neubau eines Wohnhauses mit Garagen auf dem Grundstück Flst.Nr. 736/1, Wimsheimer Straße 10

c)    Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung zur Änderung des bestehenden Carports wegen Abweichung von der 2007 im Kenntnisgabeverfahren eingereichten Ausführungsart auf dem Grundstück Flst.Nr. 6634, Robert-Britsch-Straße 61; der Gemeinderat beschloss jedoch einstimmig, auf die bereits im Jahr 2007 erteilte Befreiung Bezug zu nehmen. Somit wird nur einer Überschreitung des 15 m-Streifens (von der öffentlichen Verkehrsfläche aus entlang der Grundstücksgrenze gemessen) um max. 10 m (bis Hinterkante Carport) zugestimmt. Voraussetzung für die Erteilung dieser Befreiung ist jedoch, dass das Vorhaben auch bauordnungsrechtlich genehmigungsfähig ist.
 

Verschiedenes, Bekanntgaben

Verzögerung bei Baubeginn zum Ausbau der Waldenserstraße

Bürgermeister Teply teilt mit, dass sich der Baubeginn für den bevorstehenden Ausbau der Waldenserstraße um zwei Wochen verzögern werde. Die Eigentümer werden über den genauen Bauablauf schriftlich informiert, man hoffe nun auf einen guten Verlauf der Baumaßnahme.

Kernzeitbetreuung zieht um

Weiterhin informiert Bürgermeister Teply das Gremium über den bevorstehenden notwendigen Umzug der Kernzeitbetreuung ins OG des alten Feuerwehrhauses in den Sommerferien. Grund für den Umzug sei die Zweizügigkeit der 3. Klasse im kommenden Schuljahr, weshalb ein weiteres Klassenzimmer im Schulhaus benötigt werde.


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