Starkes Zeichen für den Klimaschutz: 14 Enzkreisgemeinden unterzeichnen den Klimaschutzpakt

Ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz: Verwaltungschefs aus 14 Enzkreiskommunen, darunter Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply (hinten 5. v. links) haben den Klimaschutzpakt Baden-Württemberg unterzeichnet.

Auch die Gemeinde Wurmberg tritt dem Klimaschutzpakt bei, wie der Gemeinderat zuvor am 21.11.2019 einstimmig beschlossen hatte.

Bis 2040 sollen alle Gemeindeverwaltungen in Baden-Württemberg klimaneutral sein. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgt der Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg. 14 Bürgermeister im Enzkreis, darunter Wurmbergs Verwaltungschef Jörg-Michael Teply, haben nun im Landratsamt Enzkreis mit ihrer Unterschrift unter die unterstützende Erklärung der Gemeinden besiegelt, dass sie ihre Vorbildfunktion als Kommune wahrnehmen wollen und sich auf den Weg machen werden, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

„Dass so viele Bürgermeister sich engagieren wollen, ist ein starkes Zeichen für den Klimaschutz im Enzkreis“, ist Landrat Bastian Rosenau begeistert. „Der aktuelle Klima-Risiko-Index der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch zeigt: Der Klimawandel holt uns ein. Deutschland liegt nach den Hitzewellen und Rekorddürre im letzten Jahr auf Rang 3 hinter Japan und den Philippinen. Auch wenn wir es nicht immer spüren oder sehen, Deutschland gehört zu den am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit,“ ergänzt Rosenau.

Der Enzkreis selbst war erst kürzlich für sein langjähriges Engagement im Klimaschutz zum dritten Mal in Folge mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet worden. „Die Unterzeichner des Klimaschutzpakts folgen dem Beispiel der drei vorangegangenen Gemeinden Tiefenbronn, Kieselbronn und Remchingen. Insgesamt haben sich damit 17 von 28 Gemeinden den Klimaschutzzielen verpflichtet. Der Klimaschutzdezernent des Enzkreises, Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, freut sich, dass jetzt mehr als die Hälfte der Enzkreisgemeinden mit an Bord ist: „Spätestens seit der Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015 ist deutlich geworden, dass den Kommunen eine bedeutende Rolle bei der Klimawende und -anpassung zukommt.“ In Madrid treffen sich gerade die Nationen um die Beschlüsse von Paris weiter umzusetzen. Die Gemeinden im Enzkreis leisten mit dem Beitritt zum Klimaschutzpakt ihren Beitrag.

Der Enzkreis selbst hat bereits 2016 den Klimapakt unterschrieben. Auch für Edith Marqués Berger, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung und Geschäftsführerin im Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz), „schreitet der Klimawandel inzwischen schneller voran als uns lieb ist. Er stellt eine ernste Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar. Um dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten, müssen wir alle an einem Strang ziehen.“

Die Kommunalberatung im ebz übergibt den Gemeinden derzeit jeweils eine erste CO2-Bilanz. „Diese Bilanz ist ein Messinstrument, mit dem man sehen kann, wo man steht und welche CO2-Einsparung die Gemeinde mit ihren Maßnahmen tatsächlich erreicht“, erläutert Marqués Berger. Gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin Lisa Andes ist sie mit allen Gemeinden im Gespräch und bietet als ebz Unterstützung an, beispielsweise in der Planung von klimaneutralen Wohn- und Gewerbegebieten, beim Aufbau eines Energiemanagements oder der Einführung von E-CarSharing. Wichtig ist dabei vor allem die Unterstützung der Kommunen bei der Suche nach Fördergeldern für ihre vielfältigen Projekte.


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