Bund fördert den Breitbandausbau im Ortsteil Wurmberg mit 4,1 Mio. EUR

Für den Breitbandausbau in Wurmberg gewährt der Bund eine Förderung von 4,1 Mio. EUR

Eine Information von Bürgermeister Jörg-Michael Teply

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute wende ich mich mit einer positiven Nachricht für unseren Ortsteil Wurmberg an Sie, denn der Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis erhält für den Breitbandausbau in Wurmberg eine Zuwendung in Höhe von rund 4,1 Mio. EUR vom Bund. Eine entsprechende Förderzusage ging dieser Tage beim Zweckverband ein – ganz passend zur Zustimmung des Gemeinderates vom 28. Mai 2020 zum möglichst flächendeckenden Aufbau innerörtlicher Breitbandinfrastruktur im Ortsteil Wurmberg unter der Maßgabe einer 90%-igen Förderung in den sog. „weißen Flecken“ der Breitbandversorgung durch den Zweckverband.

Meine in der Gemeinderatssitzung geäußerte Prognose, wonach ich in Erwartung einer kurzfristigen und positiven Entscheidung über den Förderantrag des Zweckverbands sei, erfüllte sich somit schneller als gedacht. Ausdrücklich danken möchte ich daher sowohl als Bürgermeister der Gemeinde Wurmberg als auch in meiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbandes Breitbandversorgung im Enzkreis unseren Bundestagsabgeordneten Katja Mast und Gunther Krichbaum für ihre Unterstützung.

Die durch den Bund bewilligte Fördersumme entspricht 50% der voraussichtlichen Kosten für den geplanten FTTB-Ausbau (fiber tot he building = Glasfaser bis in jedes Gebäude) im Ortsteil Wurmberg und wird gemäß den derzeit geltenden Fördervorschriften in Baden-Württemberg um eine 40%-ige Kofinanzierung seitens des Landes ergänzt, so dass schließlich noch zehn Prozent der Baukosten von der Gemeinde selbst zu tragen sind.

Im Ortsteil Neubärental ist ein durch Bund und Land entsprechend geförderter Breitbandausbau aufgrund der (förder-)rechtlichen Bestimmungen aktuell leider nicht möglich. Im Gegensatz zum Ortsteil Wurmberg, der wegen einer Internetanbindung von weniger als 30 Mbit/s im Download nahezu flächendeckend als sog. „weißer Fleck“ betrachtet wird, gilt Neubärental als „gut versorgt“. Hintergrund für diese Einstufung ist das sog. „Vectoring“ der Telekom, eine technische Aufrüstung der bestehenden Leitungen, über welche das Unternehmen nach eigenen Angaben in Neubärental flächendeckend Internetverbindungen mit bis zu 175 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload anbieten kann. Gleichwohl nutzt die Gemeinde Wurmberg jede Gelegenheit, bei ohnehin anstehenden Tiefbauarbeiten wie zuletzt in der Wurmberger Straße oder demnächst in der Birkhofstraße die notwendige Breitbandinfrastruktur mitzuverlegen, um den späteren Anschluss ans Glasfasernetz vorzubereiten.

Für den Ortsteil Wurmberg soll - wie bereits für die Verbandsgemeinden Birkenfeld, Ötisheim und Straubenhardt geschehen - die Ausschreibung für die notwendigen Planungs- und Bauleistungen durch den Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis nunmehr möglichst bald erfolgen - im besten Fall gemeinsam mit der Ausschreibung für weitere Kommunen, sofern für diese die beantragten Förderungen ebenfalls zeitnah bewilligt werden.

Nach Abschluss der Ausschreibung ist mit einem Baubeginn Anfang nächsten Jahres zu rechnen. Da der FTTB-Ausbau jede einzelne Straße in Wurmberg umfasst, wird sich die Maßnahme insgesamt über mehrere Jahre erstrecken. Gleichwohl ist wichtige Zielsetzung, möglichst bald die ersten Haushalte dann an das Netz des Zweckverbandes anzuschließen, damit die Endkunden rasch von den schnellen Internetanschlüssen profitieren können. Daher ist auch die die Abstimmung mit der Vodafone GmbH als künftigem Betreiber des Glasfasernetzes des Zweckverbands einer der wichtigen nächsten Schritte. Die Vodafone bereitet derzeit den Start der Vorvermarktung ihrer Internet- und Telefonieprodukte für den Endkunden vor und wird hierfür zu gegebener Zeit auch nach Wurmberg kommen.

Wie wichtig heutzutage die Versorgung mit schnellem Internet für Gewerbebetriebe und Privatpersonen ist, hat die Krisensituation rund um die Corona-Pandemie meines Erachtens mehr als deutlich gemacht. Je mehr Menschen von zuhause aus arbeiten, desto wichtiger sind schnelle und stabile Internetverbindungen. Und ein leistungsfähiges Breitbandnetz, das sich im kommunalen Eigentum befindet, bietet für die Region und die Kommunen den größtmöglichen Spielraum, auf künftige Entwicklungen selbständig und flexibel reagieren zu können.

Durch die nun bewilligten Fördermittel kommen wir unserem Ziel eines möglichst flächendeckenden Glasfaserausbaus in der Gemeinde Wurmberg einen wichtigen Schritt näher.


Ihr
Jörg-Michael Teply
Bürgermeister