Bürgerbrief – eine Information Ihres Bürgermeisters zu den aktuellen Themen "Gemeindeentwicklungsplan" und "Wohnungseinbrüche"

Von Zeit zu Zeit informiert Bürgermeister Jörg-Michael Teply außerhalb der Berichterstattung über Gemeinderatssitzungen sowie sonstiger amtlicher Bekanntmachungen und Berichte in einem Bürgerbrief über aktuelle Themen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

von Zeit zu Zeit wende ich mich mit einem „Bürgerbrief“ hier im Amtsblatt und auf der Homepage der Gemeinde an Sie, um außerhalb von amtlichen Bekanntmachungen und sonstigen Berichten wie z.B. aus den öffentlichen Gemeinderatssitzungen über aktuelle Themen rund um unseren Ort zu berichten. Heute ist es wieder einmal so weit:


Gemeindeentwicklungsplan

Im Jahr 2011 wurde unter maßgeblicher Mitwirkung der Bürgerschaft ein Gemeindeentwicklungsplan für die Gemeinde Wurmberg erstellt.

Der Gemeindeentwicklungsplan soll nunmehr fortgeschrieben werden und die Grundlage für ein integriertes gebietsbezogenes Entwicklungskonzept bilden, um für festgelegte Bereiche in Wurmberg die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm zu erreichen. Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, möchte ich wiederum herzlich einladen, hierbei aktiv mitzuwirken – Ihre Beteiligung ist im Rahmen einer offenen Bürgerwerkstatt am 10. Oktober 2018 möglich.

Wer sich mit der Fortschreibung des Gemeindeentwicklungsplanes beschäftigt, der fragt sich zwangsläufig auch, was aus den festgesetzten Zielen und beabsichtigten Maßnahmen des Planwerks aus dem Jahr 2011 geworden ist. Je nach Interessenlage und Standpunkt des Betrachters wird immer wieder mal Kritik laut, dass der eine oder andere Punkt aus dem Gemeindeentwicklungsplan (noch) nicht realisiert worden ist. Es gibt durchaus eine ganze Reihe von Punkten, bei denen dies zutrifft. Doch sind die Gründe hierfür sehr differenziert – Sie reichen von dem Umstand, dass für manche Maßnahmen tatsächlich kein Bedarf besteht bis hin zu der Tatsache, dass die Gemeinde mangels Zuständigkeit notwendige Entscheidungen gar nicht selbst herbeiführen kann bzw. darf (wie z.B. bei zahlreichen Verkehrsthemen).

Zum besseren Verständnis hat die Gemeindeverwaltung versucht, den bisherigen Stand der Umsetzung des Gemeindeentwicklungsplanes aus dem Jahr 2011 auf sehr einfache Weise (Verkehrsampel mit Rot-Gelb-Grün) zu bewerten – Sie finden diese „Evaluierung“ als Anhang am Ende dieses Bürgerbriefes. Als Erläuterung sind dort jeweils in kurzen Stichworten bereits durchgeführte Maßnahmen und erzielte Fortschritte, aber auch bestehende Hindernisse für die Realisierung bzw. Gründe für die (bisherige) Nicht-Umsetzung einzelner Punkte dargestellt. Auffallend ist dabei insbesondere, dass viele Maßnahmen von Dauer sind, d.h. auch wenn das eine oder andere bereits erreicht wurde, bleibt die Aufgabe der Gemeinde doch dauerhaft erhalten (dies sind die Punkte in der Evaluierung, bei denen die „Ampel“ gleichzeitig Rot, Gelb und Grün zeigt).

Aufgabe der nun beabsichtigten Fortschreibung des Gemeindeentwicklungsplanes wird es auch sein, die ursprünglichen Ziele und Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass alle Punkte, die bislang nicht umgesetzt wurden, künftig nicht mehr Zielsetzung der weiteren Gemeindeentwicklung sein können. Ganz im Gegenteil - bei vielen Themen ist es unerlässlich, weiterhin hartnäckig und mit Nachdruck am Ball zu bleiben, um die Entscheidungsträger zu überzeugen (wie z.B. im Bereich Verkehr) oder geänderte (politische) Weichenstellungen (wie z.B. im Bereich Innenentwicklung) zu erreichen.
In diesem Sinne freue ich mich auf einen spannenden Gedankenaustausch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gemeinde – denn: die Gemeinde Wurmberg – das sind wir alle!


Wohnungseinbrüche

Nachdem es in unserer Gemeinde glücklicherweise eine ganze Zeit lang ruhig um dieses Thema geworden war, haben leider gleich vier Wohnungseinbrüche am Wochenende 29./30. September 2018 in Wurmberg die Menschen hier im Ort aufgeschreckt und verängstigt.

Dies gilt in erster Linie natürlich für die unmittelbar betroffenen Opfer, die neben dem materiellen Schaden auch einer großen psychischen Belastung ausgesetzt sind.

Sie und alle anderen Bürgerinnen und Bürger beschäftigen einmal mehr Fragen wie z.B.

  • Kann ich meine Wohnung bzw. mein Haus überhaupt noch ruhigen Gewissens verlassen?
  • Was kann ich tun, um mich und mein Hab und Gut vor Einbrechern zu schützen?

Im Internet unter https://www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/  hat die polizeiliche Kriminalprävention zahlreiche Hinweise veröffentlicht, wie Sie Ihr Zuhause bestmöglich vor Einbrechern schützen können. Neben Sicherheitstipps für baulichen Einbruchschutz z.B. bei Fenstern und Türen oder auch durch Alarmanlagen finden sich dort einige Verhaltensregeln, durch die Wohnungseinbrüchen präventiv entgegengewirkt werden kann.

Die wichtigsten Verhaltenstipps der Polizei:

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
  • Vorsicht: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
  • Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab – auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen.
  • Deponieren Sie Ihren Haus- der Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck!
  • Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden. Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren. Sorgen Sie nach Möglichkeit durch z.B. zeitgesteuerte Lichtschaltungen zumindest für den Anschein der Anwesenheit von Bewohnern.
  • Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nicht innen stecken.
  • Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel (Türspaltsperre).
  • Meiden Sie nach Möglichkeit jedwede „Haustürgeschäfte“ oder auch „mildtätig“ gedachte Spenden und Gaben an der Haustür. Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung! Es ist nicht auszuschließen, dass diese Art von „Besuchen“ auch dazu dienen kann, Ihre Wohnverhältnisse auszukundschaften!

Einbruchschutz durch Nachbarschaftshilfe

  • Haben Sie ein wachsames Auge nicht nur auf Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung, sondern auch auf Häuser und Wohnungen Ihrer Nachbarn. Dies gilt insbesondere während der Dämmerung am Morgen und am Abend.
  • Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher weniger Chancen.
  • Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, indem Sie z.B. den Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.
  • Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
  • Sorgen Sie dafür, dass in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.
  • Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an.
  • Achten Sie bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen. Melden Sie solche Beobachtungen unverzüglich an die zuständigen Polizeidienststellen (tagsüber: Polizeiposten Niefern-Öschelbronn Tel. 07233/3399; nachts und am Wochenende: Polizeirevier Mühlacker 07041/9693-0; im Notfall Tel. 110)!
  • Informieren Sie die Polizei auch bei auf den ersten Blick abwegig erscheinenden Erkenntnissen! Sie müssen sich hierfür nicht rechtfertigen oder gar entschuldigen. Sie können darauf vertrauen, dass Ihren der Polizei geschilderten Beobachtungen nachgegangen wird; scheuen Sie sich aber dennoch nicht, dort entsprechende Rückfragen zu stellen.
  • Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.

Helfen Sie durch Ihre Aufmerksamkeit der Polizei, dass diese wiederum Ihren Nachbarn und Ihnen helfen kann!


Mit freundlichem Gruß
Ihr
 
Jörg-Michael Teply
Bürgermeister



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