Aktuelles rund um das Ortsgeschehen – eine Information von Bürgermeister Jörg-Michael Teply

Bürgermeister Jörg-Michael Teply informiert in einem Bürgerbrief über Aktuelles rund ums Ortsgeschehen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der letzte Bürgerbrief, mit dem ich Sie in losen Abständen außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung über die Arbeit des Gemeinderates und sonstigen Veröffentlichungen der Verwaltung über aktuelle Themen in unserer Gemeinde informiere, liegt schon einige Zeit zurück. Über die Sommerzeit erfüllte mich leise Hoffnung, dass ich in meinem nächsten Bürgerbrief das Thema „Corona“ nur noch am Rande oder gar nicht mehr erwähnen muss - leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt. Unter anderem die aktuelle Entwicklung in der Pandemie hat mich dazu bewogen, mich heute wieder einmal an Sie zu wenden:


Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat uns mit der sog. „vierten Welle“ mit voller Wucht getroffen - sie bestimmt unseren Alltag leider wieder viel stärker als in den vergangenen Monaten. Die Inzidenzen steigen, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen auch in Baden-Württemberg und in der Region vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung. Die Belastungen für das in diesen Stationen tätige pflegerische und ärztliche Personal sind enorm.

Über die Gründe und Hintergründe möchte ich mich an dieser Stelle nicht auslassen - hierzu gibt es tausendfach besser geeignete Expertinnen und Experten als mich und noch viel, viel mehr Meinungen.

Im Lichte dieser alarmierenden Entwicklung hat die Landesregierung von Baden-Württemberg jedenfalls in dieser Woche die Corona-Bestimmungen noch einmal verschärft und damit die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz auf Bundesebene vom 18. November 2021 umgesetzt. Seit Mittwoch dieser Woche gilt für Pforzheim und den Enzkreis die sog. „Alarmstufe II“. Was dies bedeutet und welche Folgen dies hat: aktuelle Informationen hierzu finden Sie auf den Internetseiten des Landes Baden-Württemberg (www.baden-wuerttemberg.de).

Bereits zuvor hatten wir (Ober-)Bürgermeister/innen der Städte und Gemeinden des Enzkreises miteinander festgelegt, bis auf weiteres auf die Durchführung eigener, nicht notwendiger Veranstaltungen zu verzichten. Bitte glauben Sie mir: diese Entscheidung, der hier in Wurmberg u.a. kurzfristig die Gedenkfeier am Volkstrauertag und letztlich auch der für dieses Wochenende in abgespeckter Form geplante Weihnachtsmarkt zum Opfer fielen, haben wir uns nicht leicht gemacht und nur mit schwerem Herzen getroffen. Aber unter Abwägung aller Argumente konnten wir leider zu keiner anderen Entscheidung kommen, um unserer Gesamtverantwortung Ihnen gegenüber, den Bürgerinnen und Bürgern in den jeweiligen Kommunen, gerecht zu werden. Für das vielfach hierfür geäußerte Verständnis möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken – und gleichzeitig auch mein Verständnis für kritische Stimmen bekunden, sofern diese auf rationalen Standpunkten und nicht auf kruden Theorien beruhen.

Für uns alle muss in den nächsten Wochen nun eine zentrale Maßnahme im Vordergrund stehen: die Überprüfung unseres eigenen Verhaltens.

Daher möchte ich Sie bitten:

  • Halten Sie sich an die geltenden Bestimmungen, auch wenn Sie vielleicht nicht für jede der ergriffenen Maßnahmen Verständnis haben (auch mir persönlich geht dies im einen oder anderen Fall so)!
  • Beachten Sie bei notwendigen und verantwortbaren Zusammenkünften mit anderen Menschen die geltenden Regelungen, Abstandsgebote und Hygienekonzepte.
  • Unabhängig von der Frage, ob Sie im Einzelfall z.B. aufgrund Ihres Impfstatus aus rechtlichen Gründen einen negativen Corona-Test vorweisen müssen oder nicht: eine niedrigschwellige Selbsttestung trägt in jedem Fall zur Erhöhung der Sicherheit bei.
  • Geben Sie Acht auf die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft.
  • Denken Sie bei Ihrem Verhalten auch an die Kinder, denen wir noch kein Impfangebot unterbreiten können. Diese haben gemeinsam mit den Jugendlichen in den letzten Monaten gewaltige Einschnitte hinnehmen müssen. Helfen Sie uns durch ein verantwortungsvolles Verhalten dabei, die Schulen und Kindergärten offenzuhalten.
  • Nutzen Sie die schon bestehenden Impfangebote und die, die in den nächsten Tagen und Wochen eingerichtet werden. Durch eine Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst vor einem schweren Krankheitsverlauf, sondern minimieren auch das Risiko einer Ansteckung für andere.

In einem gewaltigen Kraftakt stemmen die etablierten Strukturen der Ärzteschaft mit nachhaltiger Unterstützung der Stadt- und Landkreise und kreisangehörigen Städte und Gemeinden die Erhöhung des Impftempos und zusätzlich wohnortnahe Impfangebote. Ähnlich wie bei den über mehrere Monate hinweg durchgeführten kostenlosen Corona-Testungen streben die Gemeinden im Heckengäu auch hier gemeinsame Angebote an. So findet in Zusammenarbeit mit dem Enzkreis ein erstes Impfangebot für Bürgerinnen und Bürger aus Friolzheim, Mönsheim, Wimsheim und Wurmberg am Samstag, 4. Dezember 2021, in der Hagenschießhalle in Wimsheim statt. Bitte beachten Sie die Informationen hierzu an anderer Stelle in dieser Amtsblattausgabe. Da nur eine begrenzte Anzahl an Impfdosen zur Verfügung steht, ist dies sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch ist damit ein Anfang gemacht und weitere Angebote sind in Planung bzw. werden durch die genannten Gemeinden umgehend umgesetzt, sobald die hierfür notwendigen Ressourcen (insbes. Personal) zur Verfügung stehen.

Die Impfung ist derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung. Denn obwohl wir zwischenzeitlich wissen, dass Geimpfte sich infizieren können, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen auch schwer erkranken können, ist diese Wahrscheinlichkeit nach aktuell herrschender Meinung um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz. Gleichzeitig heißt es aber auch für die Geimpften: wachsam und vernünftig bleiben.

Als Gesellschaft ist es gerade in dieser kritischen Phase der Pandemie unsere gemeinsame Verantwortung, dass jede und jeder ihren bzw. seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leistet. Nutzen wir die Impfangebote und ermutigen wir diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander Acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.


Erreichbarkeit Rathaus und KOMM-IN-Dienstleistungszentrum

Wie bereits erwähnt sind am 24. November 2021 – und damit am Tag des Redaktionsschlusses für das Amtsblatt und diesen Bürgerbrief - noch einmal verschärfte Corona-Bestimmungen für die Stadt Pforzheim und den Enzkreis, somit auch für die Gemeinde Wurmberg, in Kraft getreten. Diese wurden erst am Vorabend kommuniziert, so dass es in der Kürze der Zeit leider nicht mehr möglich war, die Auswirkungen auf den Dienstbetrieb im Rathaus und im KOMM-IN abschließend zu bewerten. Für ggf. notwendige Änderungen bitte ich bereits vorab um Verständnis.

Eine solche Änderung haben wir bereits festgelegt – sie betrifft den Bereich Einwohnermelde- und Passamt im KOMM-IN. Die dortigen Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung werden bis auf weiteres, mindestens bis Jahresende 2021, ausschließlich nach Terminvereinbarung und außerhalb der Öffnungszeiten erbracht. Hierzu ist der Mittwochnachmittag als Dienstleistungstag vorgesehen, an dem das KOMM-IN regulär geschlossen hat. Wenn Sie also z.B. einen neuen Personalausweis oder Pass benötigen, vereinbaren Sie bitte einen entsprechenden Termin unter Telefon 07044/9449-30 oder per Mail unter komm-in@wurmberg.de. Hintergrund für diese Regelung ist insbesondere die in der jetzt beginnenden Advents- und Vorweihnachtszeit stark steigende Nachfrage nach Post- und Paketdienstleistungen. Wenn vergleichsweise zeitaufwändige Kundenkontakte im Bereich des Melde- und Passamtes während der Öffnungszeiten des KOMM-IN entfallen, stehen die Bediensteten vollumfänglich für die anderen Dienstleistungen zur Verfügung. Auf diese Weise werden die Aufenthaltszeiten im KOMM-IN verkürzt, Kontakte reduziert und die Ansteckungsgefahr gesenkt.

Wie Sie sehen sind wir bestrebt, unsere Dienstleistungen im Rathaus und im KOMM-IN auch in dieser schwierigen Zeit so gut es geht im gewohnten Rahmen anbieten zu können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus und im KOMM-IN sind vollständig geimpft. Wenn nun Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die geltenden Bestimmungen, insbesondere Abstands- und Hygienevorschriften, ebenfalls weiterhin konsequent und vorbildlich beachten, sollte uns dieses Bestreben hoffentlich gelingen.

Dazu zählen auch folgende Regelungen, die aber schon länger gelten:

  • Bitte prüfen Sie für sich selbst sehr sorgfältig, ob Ihr Anliegen an die Gemeinde zeitlich wirklich dringend ist bzw. ob eine Erledigung nicht auch über Telefon oder per Mail erfolgen kann. Nicht zwingend notwendige Kontakte durch persönliche Vorsprachen sollten unbedingt vermieden werden.
  • Im KOMM-IN darf sich für die Partnerdienstleistungen wie Post, Toto Lotto oder Reinigungsannahme weiterhin nur eine Person als Kundschaft aufhalten.

 

Prävention gegen Wohnungseinbrüche

In den vergangenen Monaten wurde unsere Gemeinde, wurden Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, glücklicherweise von Einbruchdelikten weitgehend verschont. In der vergangenen Woche kam es nun leider wieder zu einem Wohnungseinbruch in Wurmberg. Dies nehme ich zum Anlass, die „10 goldenen Regeln für ein sicheres Zuhause“ in Erinnerung zu rufen, welche das Landeskriminalamt Baden-Württemberg veröffentlicht hat:

  1. Halten Sie die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie immer, wer ins Haus will, bevor Sie die Tür öffnen.
  2. Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese Personen gegebenenfalls an.
  3. Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab und lassen Sie die Tür nicht nur „ins Schloss fallen“. Auch Keller- und Speichertüren sollten immer verschlossen sein.
  4. Verstecken Sie Ihren Haus- und Wohnungsschlüssel niemals außerhalb der Wohnung: Einbrecher kennen jedes Versteck.
  5. Verschließen Sie Ihre Fenster und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit. Einbrecher öffnen gekippte Fenster und Balkontüren besonders schnell.
  6. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck vermittelt. Lassen Sie z. B. den Briefkasten leeren.
  7. Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn wichtige Telefonnummern aus, unter denen Sie im Notfall erreichbar sind.
  8. Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, bei Ihnen anzurufen, wenn Fremde in deren Wohnung wollen.
  9. Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!
  10. Lassen Sie fremde Personen nicht in Ihre Wohnung.

Helfen Sie durch Ihre Aufmerksamkeit der Polizei, dass diese wiederum Ihren Nachbarn und Ihnen helfen kann!

Weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz finden Sie im Internet unter www.k-einbruch.de.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bei so vielen belastenden Themen wie in diesem Bürgerbrief fällt es natürlich schwer, zum Abschluss auf andere, auf positive Gedanken zu kommen. Mir persönlich hilft die bevorstehende Advents- und Vorweihnachtszeit dabei, Hoffnung, Optimismus und Zuversicht zu schöpfen. Gerne möchte ich dies mit Ihnen teilen: Für den Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt, zu dem es nun leider nicht kommt, hatte der Gesangverein in den vergangenen Wochen fleißig geprobt. Dabei wurde unter anderem das nachfolgende Lied einstudiert, dessen erste Strophe ich Ihnen mit den besten Wünschen für eine besinnliche Adventszeit voller Hoffnung und Zuversicht mit auf den Weg geben möchte:

„Advent ist ein Leuchten, ein Licht in der Nacht,
der Schein ist Jahrtausende alt.
Wie damals verspüre, wenn´s dunkelt und friert,
dass wärmer und heller es wird.“

Bleiben Sie und Ihre Angehörigen möglichst alle gesund!


Ihr
Jörg-Michael Teply
Bürgermeister