Jörg-Michael Teply
Bürgermeister

Bürgermeister Jörg-Michael Teply

Neujahrsgruß von Bürgermeister Jörg-Michael Teply

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im noch jungen neuen Jahr heiße ich Sie herzlich willkommen und wünsche Ihnen für 2020 alles erdenklich Gute, Gesundheit, viel Freude, schöne Begegnungen mit Ihren Mitmenschen und Gottes Segen.

Es ist schon ein bisschen guter Brauch geworden, zu Jahresbeginn auf das kommunale Geschehen im vergangenen Jahr zurückzublicken und schwerpunktmäßig über die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen in unserer Gemeinde zu informieren – so möchte ich dies auch zum Start ins Jahr 2020 wieder handhaben.

Wegen der noch ganz frischen persönlichen Eindrücke möchte ich die kommunalpartnerschaftlichen Aktivitäten im vergangenen und im gerade begonnenen Jahr an den Anfang meiner Ausführungen stellen:

  • Knapp 40 Personen aus Wurmberg und Umgebung im Alter von 12 bis über 60 Jahre kehrten nämlich erst am Sonntag von einer Ausfahrt über Silvester in unsere Partnerregion Queyras (Frankreich) zurück. Von Andreas Fritz, Vorsitzender des Vereins „Freunde des Queyras“, wieder einmal ganz hervorragend organisiert (nochmals herzlichen Dank aller Teilnehmer dafür!) erlebte die Reisegruppe eine unvergessliche Woche in den südfranzösischen Hochalpen. Egal ob beim Skifahren oder Schnee(-schuh-)wandern - die Eindrücke in der wunderbaren Winterlandschaft und die Begegnungen mit unseren französischen Freunden waren wieder einmal überwältigend schön.
     
  • DAS gesellschaftliche Großereignis in unserem Ort im vergangenen Jahr war natürlich das 10. Treffen der Gemeinschaft der Euro-Bärentaler. Vom 31. Mai – 02. Juni 2019 waren knapp 300 Personen aus den Gemeinden Feistritz im Rosental mit Talschaft Bärental (Kärnten/Österreich), Baerenthal (Lothringen/Frankreich) sowie Bärenthal (Landkreis Tuttlingen) bei uns in Wurmberg und Neubärental zu Gast. Heimat- und Festabend, historische Genusswanderung und ökumenischer Festgottesdienst – die Besucher des Euro-Bärental-Treffens bekamen ein abwechslungsreiches Programm geboten, das für Begeisterung sorgte. Mich als Bürgermeister hat dieses Festwochenende mit Dankbarkeit erfüllt – Dankbarkeit dafür, Bürgermeister in dieser Gemeinde sein zu dürfen, in der bei solchen ortsumfassenden Veranstaltungen wirklich nahezu jeder mit anpackt und mithilft … dank Ihrer aller Unterstützung hat das Euro-Bärental-Treffen Maßstäbe gesetzt und unseren Gästen bleibende Erinnerungen beschert – nochmals herzlichen Dank dafür!

Im Zusammenhang mit dem Euro-Bärental-Treffen wurde im vergangenen Frühjahr das „Bärentäler Plätzle“ aufgewertet. Dort, wo beim Euro-Bärental-Treffen 2004 Freundschaftsbäume gepflanzt wurden, repräsentieren fünf Sandsteinstelen die verschiedenen Bärental-Orte und ein Tor aus Sandsteinblöcken rückt den Platz in den Fokus der Öffentlichkeit. Den Ideengebern Dietmar Schaan und Michael Britsch sei an dieser Stelle ebenfalls nochmals herzlich gedankt.

Diese Platzumgestaltung war eine von vielen „kleineren“ Maßnahmen, die im Jahr 2019 bewerkstelligt werden konnten. Dazu zählen u.a. noch …

  • Installation von Ortseingangstafeln mit Werbemöglichkeit für örtliche Veranstaltungen
  • Ersatz des in die Jahre gekommenen Rutschenturms sowie ein neuer Sandkasten auf dem Kindergartengelände in Wurmberg
  • Einbau neuer Fenster im Garderobenbereich und Austausch der Heizung im Kindergarten Neubärental
  • Fertigstellung der Umgestaltung des Festplatzes zur multifunktionalen Nutzung als Bolzplatz
  • Errichtung einer neuen Urnenstelenanlage auf dem Friedhof in Wurmberg

Zu den größeren im Ort durchgeführten Maßnahmen zählte im vergangenen Jahr die Erdverlegung von Stromleitungen durch die Netze BW bei gleichzeitigem Abbau der bisherigen Freileitungen und Dachständer in der Wurmberger Straße in Neubärental. Über den Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis wurde in diesem Zuge gleichzeitig die technische Möglichkeit dafür geschaffen, jedes Gebäude in dieser Straße später einmal über einen Glasfaseranschluss mit dem Internet zu verbinden (sog. FTTB – Fiber to the Building).

Als eine gute Lösung hat sich bereits die verkehrsabhängige Lichtsignalanlage mit signalisierter Fußgängerfurt im Kreuzungsbereich Pforzheimer Straße/Neubärentaler Straße/Waldenserstraße erwiesen – zumal sie die Gemeinde keinen Cent gekostet hat. Bei normalem Verkehrsfluss ist die Ampel dunkel und geht nur in Betrieb, wenn ein Fußgänger queren möchte. Und bei hohem Verkehrsaufkommen sorgt sie dafür, dass auch aus der Neubärentaler Straße/Waldenserstraße Fahrzeuge mit annehmbaren Wartezeiten ausfahren können.

Wenn ich schon beim Thema Verkehr bin … manchmal geschehen noch - wie man so schön sagt – „Zeichen und Wunder“: Lehnte das Regierungspräsidium Karlsruhe vor Jahresfrist noch den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Uhlandstraße/ Wimsheimer Straße auf Kosten des Landes Baden-Württemberg ab, kann es nun auf einmal (erfreulicherweise) fast nicht schnell genug gehen. Die Planungen für einen Kreisel laufen seit dem Frühjahr 2019 auf Hochtouren und bereits im Mai oder Juni 2020 soll mit dem Bau begonnen werden. Die Maßnahme, die eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses auf den Ortsdurchfahrten der o.g. Landesstraßen verspricht, wird zunächst aber während der rund halbjährigen Bauzeit für Einschränkungen und Behinderungen im örtlichen Straßenverkehr sorgen. Derzeit arbeiten die Experten noch am Verkehrs- bzw. Umleitungskonzept; wenn dieses fertiggestellt ist, soll – so die Forderung von Gemeinderat und Bürgermeister – die Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung in der Turn- und Festhalle über die Maßnahme an sich und die verkehrlichen Auswirkungen in den verschiedenen Bauphasen informiert werden.

Auch die Planungen des Enzkreises für die Teilortsumgehung zwischen Wiernsheimer und Öschelbronner Straße schreiten voran. Im Jahr 2020 soll nunmehr der Grunderwerb bewerkstelligt und im Jahr darauf dann – nach Abschluss des vorgenannten Kreisverkehrsbaus durch das Land – der Bau realisiert werden.

Erfreulicherweise hat die Gemeinde Wurmberg mit dem Gebiet „Ortsmitte II“ auf Anhieb die Aufnahme in das Bund-/Länder-Förderprogramm für städtebauliche Erneuerung kleinerer Städte und Gemeinden geschafft. Die in diesem Zusammenhang notwendige Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzeptes hat der Gemeinderat im Dezember beschlossen und die sog. „Vorbereitenden Untersuchungen“ sind nahezu fertiggestellt. Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets durch Satzungsbeschluss des Gemeinderates kann es somit nunmehr hoffentlich bald losgehen mit geförderten Maßnahmen. Zielsetzung ist, mithilfe des Förderprogramms die Innenentwicklung im Ortskern weiter voranzubringen und die Entwicklung der Einrichtungen für den Gemeinbedarf im Gebiet zu steuern. Die Ausweisung eines städtebaulichen Sanierungsgebiets eröffnet dabei wichtige Möglichkeiten und finanzielle Anreize für viele private und öffentliche Sanierungsmaßnahmen, die anderenfalls teilweise nicht durchführbar wären.

Über die Grenzen eines förmlich festgelegten Sanierungsgebietes hinaus gibt es durchaus weitere finanzielle Hilfen u.a. bei der Gebäudesanierung und –umnutzung wie z.B. durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Eine konzeptionelle Beratung und Betreuung für mögliche Förderungen, insbesondere für den Ortsteil Neubärental, ist beauftragt und soll in diesem Jahr angegangen werden.

Einige für das Jahr 2019 vorgesehene „große“ (Bau-)Maßnahmen konnten entgegen den Planungen (noch) nicht begonnen bzw. umgesetzt werden – und dies aus ganz unterschiedlichen Gründen. Hierzu zählt z.B. das alte Schulgebäude der Grundschule Wurmberg. Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Investition von mindestens 2,0 Mio. EUR in das mehr als 70 Jahre alte Gebäude sowie weitere im räumlichen Kontext zu sehende Aufgabenstellungen (Abbruch altes Feuerwehrhaus mit Ersatzneubau u.a. für die Kernzeitbetreuung, Sanierungs-/Umbaubedarf Rathaus, Zukunft Turn- und Festhalle) bewogen den Gemeinderat letztlich dazu, von einer umfassenden Sanierung des Gebäudes Abstand zu nehmen. Stattdessen soll auf dem bestehenden Gelände ein neues Schulgebäude errichtet werden. Eine Untersuchung des Landratsamtes Enzkreis hat aufgezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, auf dem Areal zwischen Uhland- und Hofstättstraße schrittweise einen Neubau für Schule und Kernzeitbetreuung zu realisieren, ohne dabei den Schulbetrieb im Bestandsgebäude einstellen zu müssen. Um bestmögliche Planungsergebnisse zu erhalten ist vorgesehen, im Zuge der o.g. städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte II“ durch einen städtebaulichen Wettbewerb oder eine Mehrfachbeauftragung ein Entwicklungskonzept für das gesamte Areal zu erstellen, welches neben einem Schulhausneubau auch die weiteren vorhandenen bzw. notwendigen Nutzungen (Turn- und Festhalle, Rathaus, Kernzeitbetreuung, evtl. Kindertageseinrichtung) berücksichtigt.

In der Birkhofstraße in Neubärental sollten bereits letztes Jahr die Wasserleitungen erneuert und dabei gleichzeitig Breitbandinfrastruktur mitverlegt werden. Die Netze BW konnten in diesem Fall dazu bewogen werden, die dort gleichfalls noch bestehenden Freileitungen zur Stromversorgung mit in die Tiefe zu verlegen. Das Unternehmen erklärte sich bereit, die Federführung für die Maßnahme zu übernehmen. Allerdings sorgte der erhöhte Abstimmungs- und Koordinierungsaufwand für Verzögerungen bei der Ausschreibung, die aktuell im Gange ist. Mit der Durchführung der Maßnahme ist im Frühjahr 2020 zu rechnen.

Die Wegeverbindung zwischen Wurmberg und Neubärental ist ebenfalls eine solche Maßnahme, die eigentlich schon fürs vergangene Jahr zur Umsetzung vorgesehen war. In diesem Fall ist die ausstehende Entscheidung über eine Landesförderung Grund für die Verzögerung. Immerhin rund 95.000 EUR Förderung für die Maßnahme mit Gesamtkosten in Höhe von rund 300.000 EUR (inkl. Erneuerung einer dort liegenden Wasserleitung und Installation einer wegbegleitenden Solarbeleuchtung) stehen im Raum – der Beginn der Arbeiten vor der Entscheidung über den Förderantrag würde zwangsläufig dessen Ablehnung bedeuten. Die Signale, welche die Gemeindeverwaltung kurz vor dem Jahreswechsel aus dem Regierungspräsidium erreicht haben, stimmen jedoch zuversichtlich, dass in Kürze mit einer Entscheidung gerechnet und die Maßnahme dann endlich ausgeschrieben werden kann.

Die Ausweisung neuer Wohnbauflächen ist ebenso eine dringliche Aufgabe in unserer Gemeinde  – die Nachfrage allein von bereits im Ort lebenden Menschen ohne eigenes Wohneigentum ist ungebrochen groß. Für das Baugebiet „Banntor/Gasse II“ konnte das Bebauungsplanverfahren im vergangenen Jahr zum Abschluss gebracht werden, lediglich das Inkraftsetzen durch Veröffentlichung der beschlossenen Satzung steht noch aus. Die Erschließungsarbeiten für das Gebiet wurden durch die STEG Stadtentwicklung GmbH, Stuttgart, als beauftragtem Erschließungsträger ausgeschrieben, die Vergabeentscheidung steht unmittelbar bevor. Im Frühjahr sollen die Erschließungsarbeiten beginnen, so dass die Gemeinde im Laufe des Jahres die ihr zugeteilten Grundstücke in dem Baugebiet auf den Markt bringen kann. Etwas länger dauert es noch im Baugebiet „Quellenäcker II“. Höhere Anforderungen an die Gebietsentwässerung bedingten eine Umplanung und erneute Verhandlungen mit den beteiligten Grundstückseigentümern im Umlegungsgebiet über die Zuteilung von Baugrundstücken. Der Gemeinderat wird in diesem Zusammenhang im Januar noch eine Entscheidung über die Ausweisung von Bauplätzen für Mehrfamilienhäuser treffen, so dass das beauftragte Planungsbüro auf dieser Basis den Bebauungsplanentwurf erstellen kann. Wenn dann alle Zuteilungsvereinbarungen durch die Grundstückseigentümer unterschrieben sind, kann das Bebauungsplanverfahren auch förmlich fortgesetzt werden. Zielsetzung ist, die noch ausstehenden Verfahrensschritte im Jahr 2020 zu erledigen und die Gebietserschließung im Frühjahr 2021 in Angriff zu nehmen.

Der Neubau eines Regenüberlaufbeckens inklusive eines Regenrückhaltebeckens am Talweg steht ebenfalls für dieses Jahr zur Realisierung an. Die Planung des Regenüberlaufbeckens mit 350 m³ Volumen in geschlossener Bauweise und eines Regenrückhaltebeckens mit 2.050 m³ Volumen in „offener Erdbauweise“ liegt derzeit dem Landratsamt Enzkreis zu Genehmigung vor. Mit Kosten von mehr als 2,0 Mio. EUR ist dies voraussichtlich die größte Einzelmaßnahme im Jahr 2020.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2019 brachte infolge der Kommunalwahlen eine etwas veränderte Zusammensetzung des Gemeinderates mit sich. Nicht verändert hat sich jedoch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und –verwaltung – und dies soll auch in Zukunft so bleiben.

Doch gestalten nicht allein die Ratsmitglieder und die Gemeindebediensteten die Zukunft unserer Gemeinde – auch auf jeden einzelnen von Ihnen kommt es an! Daher meine große  Bitte an Sie: Lassen Sie uns die Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft zum Wohle unserer Gemeinde miteinander angehen und gemeinsam meistern!

Unterstützen Sie unser Gemeinwesen durch Ihr Engagement im Ehrenamt und darüber hinaus durch Ihren Besuch der zahlreichen attraktiven Veranstaltungen, welche die örtlichen Vereine und Organisationen auch im Jahr 2020 wieder anbieten! Ganz besonders hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf die verschiedenen Veranstaltungen anlässlich des jeweils 50-jährigen Jubiläums des Musikvereins und des Tennisclubs, welche die beiden Vereine - teilweise sogar gemeinsam – durchführen und die dem örtlichen Veranstaltungskalender zu entnehmen sind.

Ganz zum Schluss sei mir noch ein Blick nach vorne bis ins Jahr 2021 erlaubt, in dem wir gemeinsam das 800-jährige Bestehen Wurmbergs und 300 Jahre Neubärental feiern wollen. Schon heute lade ich Sie herzlich ein, die Gemeinde bei der Vorbereitung und Durchführung der noch genau festzulegenden Jubiläumsveranstaltungen zu unterstützen und mitzuhelfen – und dann natürlich auch kräftig mitzufeiern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – auch im Namen des Gemeinderates und der Verwaltung - alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und Optimismus, im Jahr 2020!

Ihr
Jörg-Michael Teply
Bürgermeister


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