Gemeinderatssitzung vom 31. Oktober 2002

Zur Erweiterung und Teilsanierung der Grundschule Wurmberg
vergab der Gemeinderat in der letzten öffentlichen Sitzung die Aufträge für weitere Gewerke. Nach vorangegangener öffentlicher Ausschreibung im Staatsanzeiger Baden-Württemberg, in der Pforzheimer Zeitung und im Pforzheimer Kurier fand am 23. Oktober 2002 die Angebotseröffnung im Rathaus Wurmberg statt. Nach Prüfung der Angebote durch den mit der Planung beauftragten Architekten Thomas Meeh, Wurmberg, und das Ingenieurbüro Berger + Partner, Pforzheim, erhielten die nachfolgend genannten Unternehmen als günstigste Bieter jeweils einstimmig den Zuschlag:

  • Metallbauarbeiten Fa. Wölz, Gundelfingen/Donau 134.957,88 €
  • Sanitäre Anlage Fa. Vetter, Ötisheim 50.414,47 €
  • Elektro-, Photovoltaik- und Blitzschutzanlage Fa. Eckert, Pforzheim 110.279,03 €
  • Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen Fa. Scheerle, Mühlacker 76.325,69 €
  • Putz- und Stuckarbeiten Fa. Eisenhardt, Wurmberg 99.568,60 €
  • Estricharbeiten Fa. Fiess, Birkenfeld-Gräfenhausen 17.573,73 €
  • Betonwerksteinarbeiten Fa. Maurer, Bad Friedrichshall 27.594,97 €

Die bisher erzielten Ausschreibungsergebnisse unterschritten die Kostenschätzung insgesamt um ca. 69.500,00 € (= ca. 8,6 %), betonten Bürgermeister Helmut Sickmüller und Architekt Thomas Meeh. Zufrieden äußerte sich der Planer auch über den bisherigen Verlauf der Baumaßnahme. Zwar sei man mit den Rohbauarbeiten gegenüber dem vorgesehenen Zeitplan etwas im Rückstand, dennoch gebe es nach dem momentanen Stand der Dinge keinen Zweifel daran, dass die neuen Räumlichkeiten pünktlich zum Schuljahresanfang 2003/2004 bezogen werden könnten.

Die Vergabe der Abbrucharbeiten für das Anwesen Alte Pforzheimer Str. 11 und 13
stand ebenfalls auf der Tagesordnung am vergangenen Donnerstag. Nach beschränkt öffentlicher Ausschreibung, bei der an sieben Firmen Angebotsunterlagen verschickt worden waren, lagen zur Eröffnung am 16. Oktober 2002 drei gültige Angebote im Rathaus Wurmberg vor. Einstimmig erteilte der Gemeinderat auch hier dem günstigsten Bieter, der Firma J. Sandmeier, Abbruchunternehmen, Pforzheim, den Auftrag zu einer Angebotssumme von 23.780,00 €. Auf dem Gelände beabsichtigt die Gemeinde, ein Kombinationsgebäude für Feuerwehr und Bauhof zu errichten.

Zur geplanten Sanierung des Freibades in Mönsheim
wird die Gemeinde Wurmberg keinen Zuschuss gewähren. Einstimmig lehnte das Gremium eine entsprechende Anfrage der Nachbargemeinde ab. Mit einer Entscheidung für eine Mitfinanzierung der Kosten von ca. 1,6 Mio. € würde die Gemeinde einen Präzedenzfall schaffen, lautete die einhellige Meinung rund um den Ratstisch. So könnte dann zum Beispiel künftig eine gleichlautende Anfrage der Gemeinde Niefern-Öschelbronn für deren Freibad schlecht negativ beschieden werden. Auf den Freiwilligkeitscharakter dieser Freizeiteinrichtung wies Bürgermeister Sickmüller hin. Die Gemeinde Mönsheim entscheide ganz allein, ob und wie das Bad eingerichtet und betrieben werde und sei daher auch allein für die Finanzierung verantwortlich. Durch ihren Besuch des Bades und die damit verbundenen Eintrittsgelder leisteten zahlreiche Wurmberger und Neubärentaler ohnehin schon einen gewissen finanziellen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Badebetriebes, so Sickmüller weiter. Einig war sich der Gemeinderat jedoch auch darüber, der Nachbargemeinde nach einer möglichen Sanierung des Freibades zur Einweihung eine angemessene Spende zukommen zu lassen, über deren Höhe zu gegebener Zeit nochmals beraten wird.

Zur Ersatzbeschaffung eines Krankenwagens durch den DRK-Ortsverein Wiernsheim-Wurmberg
gewährt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 10.000,00 €. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig. Nach fast 800 Notfalleinsätzen in den letzten 16 Jahren, davon allein 70 Einsätzen im laufenden Jahr, müsse der alte VW Krankenwagen dringend ausgetauscht werden, erklärte der Bürgermeister. Für die erforderliche Ersatzbeschaffung fielen insgesamt Kosten in Höhe von ca. 45.000,00 € an, zu denen die Gemeinde Wiernsheim 20.000,00 € beisteuern wolle. Sickmüller würdigte in seinen Ausführungen die hervorragende Arbeit der DRK-Bereitschaft Wiernsheim-Wurmberg, die durch ehrenamtliche Helfer in akuten, oft lebensbedrohlichen Situationen während der Nachtstunden sowie an Feiertagen und Wochenenden die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücke und erste lebenserhaltende Maßnahmen einleite (sog. „Helfer-vor-Ort“-System). Kritik äußerte Gemeinderat Dietmar Schaan an der Dachorganisation des Deutschen Roten Kreuzes in Baden-Württemberg, die für die notwendige Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges keinerlei Zuschüsse gewähre.

Baugesuche
Einstimmig erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung zu erforderlichen Befreiungen von den Festsetzungen der Bebauungspläne beim Antrag auf Erweiterung eines Produktionsgebäudes auf den Grundstücken Flst.Nrn. 3997 und 3999, Im Steinernen Kreuz 28-34, und zum Neubau eines Wohnhauses mit Carport auf dem Grundstück Flst.Nr. 4297/6, Im Welschen Feld 10. Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss, das Einvernehmen zum Abbruchgesuch für das Wohngebäude auf dem Grundstück Flst.Nr. 158, Gollmerstr. 12, zu erteilen.

„Wir sind für Olympia 2012 in Stuttgart!“
lautet das Motto einer landesweiten Aktion, mit der Unterschriften zur Unterstützung der Olympiabewerbung der Stadt Stuttgart gesammelt werden sollen. Mit der Unterschrift aller anwesenden Mitglieder setzte der Gemeinderat ein Zeichen, dass er voll hinter der Bewerbung des Landeshauptstadt um die Olympischen Sommerspiele 2012 steht. Auch die Bevölkerung soll in den kommenden Wochen die Aktion durch Unterschriften unterstützen, erklärte der Bürgermeister.

PLENUM – Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt
heißt ein neues Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg, für das der Raum Heckengäu als eines von 20 Vorranggebieten landesweit ausgewählt worden ist. Im Gegensatz zu ähnlichen Förderprogrammen wolle PLENUM freiwillige Maßnahmen finanziell unterstützen, die nicht von oben her bestimmt, sondern von unten, d.h. durch lokale Akteure vor Ort, entwickelt werden, führte Bürgermeister Helmut Sickmüller aus. Denkbar wären z.B. Maßnahmen zur

  • Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Heckengäus
  • Erhaltung und Entwicklung naturnaher repräsentativer Waldbestände
  • Unterstützung einer land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, die PLENUM-Ziele fördert
  • Schaffung von Vermarktungsstrukturen für Produkte, die unter Beachtung der PLENUM-Naturschutzziele erzeugt wurden
  • Schaffung von Solidargemeinschaften zwischen Erzeugern, Verarbeitern, Handel, Gastronomie und Verbrauchern für die unter Beachtung der PLENUM-Ziele erzeugten Produkte
  • Entwicklung des Tourismus und der Freizeit- und Erholungsnutzung in Einklang mit den PLENUM-Naturschutzzielen
  • Umsetzung von Projektideen zu PLENUM aus lokalen Agenda 21-Prozessen

und noch vieles mehr. Mit einer Auftaktveranstaltung in der Merklinger Turn- und Festhalle mit Minister Willi Stächele am Dienstag, 5. November, wurde das Projekt gestartet, das finanziell auch vom Enzkreis gefördert wird.


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