Aus der Gemeinderatssitzung vom 31. Januar 2003

Den Kauf eines Mannschaftstransportwagens mit einem Ausbau als Führungsgruppenfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr

als Ersatzbeschaffung für den Ford Gerätewagen mit Standort Neubärental beschloss der Gemeinderat einstimmig in öffentlicher Sitzung am vergangenen Freitag. Das Gremium folgte dabei dem Antrag der Feuerwehr, einen Mercedes Sprinter zum Angebotspreis von insgesamt 54.997,92 € zu erwerben. Der Preis gliedert sich in die Anschaffungskosten für das Fahrzeug (Fa. S&G, Pforzheim) in Höhe von 30.276,-- € und die Ausbaukosten (Fa. Weschenfelder, Bretten) in Höhe von 24.721,92 €.

Wie Feuerwehrkommandant und Gemeinderat John-Marco Fader dem Gremium erläuterte, nage am derzeitigen Fahrzeug, dem Ford Gerätewagen, nach 22 Einsatzjahren der Zahn der Zeit. Immer häufiger fielen Reparaturen an und müsse das Fahrzeug bei Einsätzen angeschoben werden, so der Kommandant. Weiter meinte er: „Zum Einsatz können wir mit nicht mehr als 40 km/h fahren.“

Ausführlich beschrieb Fader auch die Anforderungen an das neue Fahrzeug. „Es muss sowohl zur Personenbeförderung (bei Einsätzen, für die Jugendfeuerwehr) dienen als auch zum Einsatz als Führungsgruppenfahrzeug geeignet sein.“ Der Enzkreis realisiere seit zwei Jahren ein sog. Führungsgruppen-Konzept. Bei einem Großbrand in Wurmberg unterstütze danach eine Führungsgruppe aus einer Nachbarwehr die hiesigen Einsatzkräfte und übernehme wichtige führungs- und funktechnische Aufgaben. „Unsere Leute können sich dann ausschließlich auf den eigentlichen Löscheinsatz konzentrieren.“ Umgekehrt stelle auch die Wurmberger Feuerwehr die Führungsgruppe in Nachbargemeinden, nach den neuesten Alarmplänen in Niefern und Wimsheim. Diese Aufgabe könne mangels entsprechendem Fahrzeug und Funkausrüstung derzeit nicht erfüllt werden.

Nach der Besichtigung entsprechender Fahrzeuge in anderen Wehren und einem Blick in die ADAC-Pannenstatistik landeten zwei Fahrzeuge in der engeren Auswahl der Feuerwehr, neben dem Mercedes Sprinter noch ein VW-LT. Den Antrag zum Kauf des Mercedes als dem geringfügig teureren Fahrzeug begründete die Feuerwehr mit dem elektronischen Stabilitätssystem ESP. Dieses diene der automatischen Geschwindigkeitsdrosselung bei zu schneller Kurvenfahrt und werde von Mercedes als Zusatzausstattung offeriert, während VW es nicht anbieten könne, erklärte John-Marco Fader.

Besonderen Wert legte Fader in seinen Ausführungen auch darauf, dass die eingeholten Angebote „bis zur Schmerzgrenze der jeweiligen Anbieter nachverhandelt seien“.

Die unechte Teilortswahl

in der Gemeinde Wurmberg wird zur nächsten Gemeinderatswahl im Jahr 2004 abgeschafft. In der Hauptsatzung war seither die Sitzverteilung im Gemeinderat entsprechend der Einwohnerzahl mit zehn Sitzen für Wurmberg und vier Sitzen für Neubärental festgeschrieben. Durch sog. Ausgleichsmandate, die auf Wurmberger Gemeinderäte entfielen, besteht der Gemeinderat seit der letzten Wahl im Jahr 1999 neben dem Bürgermeister jedoch aus 16 Mitgliedern. Eindeutig zuviel sei dies für eine Gemeinde in der Größenordnung Wurmbergs, lautete die vorherrschende Meinung rund um den Ratstisch.

„Die beiden Ortsteile Wurmberg und Neubärental sind inzwischen so stark zusammengewachsen, dass wir keine unechte Teilortswahl mehr brauchen“, plädierten die beiden Gemeinderäte Helmut Klingel (Neubärental) und Gerhard Hermann (Wurmberg) für eine Abschaffung des für Wähler und Wahlvorstände gleichermaßen komplizierten Verfahrens zur Wahl des Gemeinderates. Gemeinderätin Christel Schmidt (Neubärental) ergänzte, sie habe die Ergebnisse der vergangenen Kommunalwahlen hochgerechnet: „Auch ohne unechte Teilortswahl wäre Neubärental im Gemeinderat nicht unterrepräsentiert.“ Angesichts der allerorten geforderten Verwaltungsvereinfachung müsse auch das Wahlrecht für den Bürger so einfach wie möglich gestaltet werden, befürworteten Schmidt und ihr Fraktionskollege Andreas Fritz (Wurmberg) die Änderung des Wahlverfahrens. Mit elf Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen folgte dann der Beschluss des Gemeinderates, die entsprechende Änderung der Hauptsatzung zu einer der nächsten Sitzungen durch die Verwaltung vorbereiten zu lassen.

Baugesuche

Der Gemeinderat erteilte die Zustimmung zur erforderlichen Befreiung beim Antrag auf Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Flst.Nr. 727/4, Gartenstr. 26, und das Einvernehmen zum Antrag auf Genehmigung einer Erdauffüllung auf den Grundstücken Flst.Nrn. 5213 und 5214, Gewann Zeitelbäume.


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