Aus der Gemeinderatssitzung vom 29.06.2001

Erweiterung der Grundschule Wurmberg

Jugendtreff Wurmberg

Ideenwettbewerb im Rahmen der Sanierung Ortsmitte Wurmberg

Baugesuche / Bildung Arbeitskreis für neue Ortschronik

Das Grundschulgebäude in Wurmberg
wird im Nord-Osten im Bereich des bestehenden Ausstellungsraumes des Kleintierzuchtvereins Wurmberg erweitert. Mit 14 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat zu Beginn der letzten öffentlichen Sitzung der Vorent-wurfsplanung von Architekt Thomas Meeh, Wurmberg, zu, die im Wesentlichen folgendes vorsieht:

  • Gebäudekörper mit überdecktem Pausenhof im Erdgeschoss und je einem Klassenzimmer im Obergeschoss und Dachgeschoss
  • Verbindungsbau („unabhängig schwebend“ über dem Kleintierzuchtgebäude) zum bestehenden Schulgebäude mit Kursraum im Obergeschoss und Lern-mittelraum im Dachgeschoss
  • Glasverbindungsbau zum bestehenden Flur im Obergeschoss
  • Zusätzliches Treppenhaus mit Ein- und Ausgang beim überdachten Pausenhof
  • Pultdächer auf sämtlichen neuen Gebäudeteilen (Erkennbarkeit einer anderen architektonischen Epoche).

Im Zuge der Erweiterung, so Architekt Meeh vor dem Gremium, sollen auch die bestehenden Toiletten für die Mädchen und Buben umgebaut und renoviert werden. Die geschätzten Kosten nach DIN 276 würden sich auf rd. 1,85 Mio DM belaufen. Mobiliar und Außenanlage seien dabei nicht enthalten.

Hauptdiskussionspunkt im Gemeinderat war die vorgesehene Dachform. Architekt Meeh konnte hier jedoch seine Vorstellungen mit einleuchtenden Argumenten untermauern.

Aufgrund des Gemeinderatsbeschlusses wird nunmehr das Baugesuch gefertigt und die Planung mit den Fachingenieuren abgestimmt. Der Baubeginn ist im Jahr 2002 vorgesehen.

Auf dem Grundstück Luzernestraße 2
soll der Wurmberger Jugendtreff erstellt werden. Dies beschloss der Gemeinderat mit sehr deutlicher Mehrheit (12 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung) bei der öffentlichen Sitzung am vergangenen Freitag in Anwesenheit einer großen Anzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern, darunter auch Jugendlichen. Bürgermeister Sickmüller erläuterte zunächst den Sachstand und erinnerte dabei nochmals an den von den Jugendlichen im vergangenen Jahr beim Jugendforum vorgebrachten Wunsch, dass die Gemeinde in Wurmberg einen Jugendtreff ein-richten soll. Er wies ferner darauf hin, dass die Gemeinde von dem vom Kreisjugendamt empfohlenen Jugendpflegerleasing Gebrauch gemacht habe und aufgrund einer Vereinbarung mit dem Verein Prevent e.V. bis zunächst 31.10.2001 Johannes Künzler als mobiler Jugendpfleger durchschnittlich 7 Wochenstunden in Wurmberg eingesetzt werde. Die Tätigkeit des Jugendpflegers beinhalte insbesondere die Begleitung und Unterstützung der Jugendlichen und engagierten Erwachsenen bei der Gründung eines im Registergericht eingetragenen Vereins für einen Jugendtreff in Wurmberg und zur Begleitung während der Realisierungsphase des Treffs. Künzler habe sich inzwischen bereits mehrmals mit Jugendlichen und zur Mitarbeit bereiten Erwachsenen getroffen. Entschieden werden müsse jedoch durch den Gemeinderat, an welchem Standort und in welchen Räumlichkeiten der Jugendtreff in Wurmberg errichtet werden soll. Als in Frage kommende Standorte seien bisher der Festplatz im Steinernen Kreuz, das Grundstück Luzernestraße 2 und das Grundstück im Anschluss an die Bauhofräumlichkeiten in der Kelterstraße genannnt worden. Vor der Sitzung habe der Gemeinderat, so der Bürgermeister, die möglichen Standorte „Steinernes Kreuz“ und „Luzernestraße 2“ in Augenschein genommen. Sickmüller gab auch bekannt, dass Protestschreiben von Angrenzern und Anwohnern der zuvor genannten Standorte, zuletzt kurz vor Beginn der Gemeinderatssitzung eingegangen seien. So würde es bei einem Schreiben hinsichtlich eines Standortes „Steinernes Kreuz“ u.a. heißen: „Wir als Anwohner haben das bedrückende Gefühl, dass die Jugendlichen aus dem Ortskern abgeschoben werden sollen nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn! Dies kann nicht im Sinne der Jugendförderung/ Jugendpolitik sein!“ Und weiter: „Der Alkohol- und Drogenkonsum ist somit vorprogrammiert.“ Wegen des Standortes Luzernestraße 2 hätten sich mehrere Bürgerinnen und Bürger wie folgt artikuliert: „Wir sind mit der von der Gemeinde Wurmberg auf dem Grundstück Luzernestraße 2 vorgesehenen Errichtung eines Jugendtreffs nicht einverstanden und protestieren hiermit auf das Schärfste. Begründung: Lärmbelästigung der Anwohner abends bis spät in die Nacht. Sollte unser Protest kein Gehör finden, so haben wir andere Möglichkeiten, um dieses Vorhaben zu beenden.“ Bürgermeister Sickmüller ließ nach seinem Sachvortrag bei der Beratung – entgegen den gemeinderechtlichen Bestimmungen – auch die Zuhörerinnen und Zuhörer zu Wort kommen, so dass aufgrund der unterschiedlichen Interessen-lagen teilweise die Wogen sehr hoch schlugen und es zu hitzigen Wort-gefechten kam. Fast alle Mitglieder des Gemeinderates gaben eine Stellungnahme ab, wobei ein zusätzlicher Standortvorschlag von Gemeinderat Hermann, den Jugendtreff beim früheren Anwesen Blank in der Alten Pforzheimer Straße einzurichten, mit großer Mehrheit abgelehnt wurde (12 Nein-, 2 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung). Hierbei wurde darauf hingewiesen, dass dieser Standort vor allem wegen der enormen Größe des Grundstücks (ca. 80 ar), der Nichteinsehbarkeit und der damit nicht auszuschließenden Gefährdung insbesondere der weiblichen Jugendlichen sowie als möglicher Anziehungspunkt für viele Auswärtige ungeeignet erscheint. Auch die Abstimmung über den Standort „Steinernes Kreuz“ brachte ein eindeutiges Ergebnis: Er wurde mit 12 Nein-Stimmen bei 1 Ja-Stimme und 1 Enthaltung abgelehnt. Wegen der Räumlichkeiten des Jugendtreffs wurde vom Gemeinderat beschlossen, vier gebrauchte Wohncontainer und einen Sanitärcontainer zum Preis von ca. 20 000 DM anzuschaffen. Hinzu kämen, so Gemeindekämmerer Grössle, weitere 10 000 DM für notwendige Arbeiten beim Grundstück. Bürgermeister Sickmüller wies mehrmals darauf hin, dass auch im Hinblick auf die Ortskernsanierung der Standort „Luzernestraße 2“ für einen Jugendtreff nur vorübergehend sein könnte. Für ihn sei es denkbar, den Jugendtreff im heutigen Feuerwehrhaus unterzubringen, wenn man das neue Feuerwehrhaus auf dem früheren Anwesen Blank in der Alten Pforzheimer Straße gebaut habe.

Für den städtebaulichen Ideenwettbewerb "Orstsmitte Wurmberg"
ermittelt das Preisgericht am 20. Juli 2001 die Preisträger. In die Wertung kämen voraussichtlich 21 Architekturbüros, die ihre Arbeiten fristgerecht abgegeben haben, erklärte Bürgermeister Sickmüller gegenüber dem Gemeinderat. Für die Bevölkerung bestehe am Sonntag, 22. Juli 2001, von 11.00 bis 17.00 Uhr, die Gelegenheit, in der Turn- und Festhalle Wurmberg die Wettbewerbsarbeiten zu besichtigen.

Zur vorgesehenen Einzäunung
des Grundstücks Flst.Nr. 5663 im Gewann Dreispitz erteilte der Gemeinderat im Baugenehmigungsverfahren nicht sein Einvernehmen (9 Nein-Stimmen, 6 Ent-haltungen). Auf dem Wiesengrundstück beabsichtigte der Antragsteller aus Samen herangezogene winterharte Ziergartenpflanzen in Töpfen (ca. 10 000 Stück) aufzustellen und diese im blühfähigen Alter nach und nach zu verkaufen. Die ablehnende Haltung der Mehrheit des Gremiums begründet sich insbesondere auf die Eigenart und die Empfindlichkeit des Gebiets, in dem die Einzäunung erfolgen sollte.

Bildung eines Arbeitskreises für neue Ortschronik
Der renommierte Verlag Regionalkultur in Ubstadt-Weiher wurde vom Gemeinderat einstimmig mit der Kompletterstellung eines Buches „Ortschronik Wurmberg“ beauftragt. Federführender Autor und Koordinator für dieses Buch wird der Historiker Dr. Boris Schwitzer (Mannheim) sein. Auf dessen Wunsch sollen – soweit möglich – auch interessierte und fachkundige Bürger/innen mit in die Arbeit einbezogen und dazu ein Arbeitskreis gebildet werden. Wer Interesse an der Ortsgeschichte hat und zur Mitarbeit bereit ist, möge sich bitte alsbald mit Bürgermeister Sickmüller in Verbindung setzen. Der Verlag Regionalkultur bearbeitet z.Zt. in der näheren Umgebung die Ortschroniken von Hohenwart, Kürnbach und Ötisheim und hat erst vor kurzem für die Stadt Mühlacker die Ortschroniken von Enzberg und Lomersheim herausgegeben.


KOMM-IN

Gollmerstr. 17
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-30
Fax 07044 9449-50

Mo, Di, Fr:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Mi:07:30 - 13:00 Uhr
Do:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Sa:09:30 - 12:00 Uhr

Rathaus

Uhlandstr. 15
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-0
Fax 07044 9449-40

Mo - Di:09:00 - 12:00 Uhr
Mi:15:00 - 18:00 Uhr
Do - Fr:09:00 - 12:00 Uhr


Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.

Schließen