Aus der Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2002

Ansiedlung von Einkaufsmärkten,
Neugestaltung der Ortsmitte Wurmberg im Rahmen der laufenden Ortskernsanierung, Baugesuche

Zur Ansiedlung von Einkaufsmärkten im Gewann „Beim Banntor“
hat der Gemeinderat mit 14 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit Vorhaben- und Erschließungsplan beschlossen. Hierdurch sollen die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Vorhabens der Firmen Lehmann, Karlsruhe, und ALDI-Süd, Rastatt, zwei Einkaufsmärkte südlich der Landesstraße L 1135 in Richtung Wiernsheim zu errichten, geschaffen werden. Der Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans erstreckt sich auf die Grundstücke Flst.Nrn. 5248 – 5253 in einer Tiefe von ca. 140 m (gemessen von der Südkante der L 1135) sowie auf die L 1135 in einer Länge von ca. 460 m. Die Einbeziehung des Teilbereichs der Landesstraße ist vorgesehen, um die Verlängerung des Gehweges vom Ortsausgang bis zu den Märkten und die Einrichtung einer Linksabbiegespur aus Richtung Wiernsheim/Mönsheim in die Planung zu integrieren. Zur genauen Abgrenzung des Plangebiets wird auf die öffentliche Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses hingewiesen, die ebenfalls in dieser Ausgabe des Amtsblatts abgedruckt ist.
Gleichzeitig legte der Gemeinderat einstimmig fest, die vorgeschriebene frühzeitige Bürgerbeteiligung im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung durchzuführen.

Die zukünftige Gestaltung der Ortsmitte Wurmberg
im Rahmen der laufenden Sanierungsmaßnahme war wichtigster Tagesordnungspunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag. Nach der Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs im letzten Jahr beschloss der Gemeinderat mit zehn Ja- bei zwei Nein-Stimmen, die Grundkonzeption des 2. Preisträgers, des Architekturbüros Mory, Osterwalder, Vielmo (Stuttgart) in sinnvollen und finanzierbaren Abschnitten umzusetzen. Diese Planung sieht u.a. die Errichtung eines Bürgerhauses, umgeben von einem großzügigen Dorfplatz, im Bereich der jetzigen Kelter/Sparkasse in der Brunnenbergstraße vor. Vorausgegangen war der einstimmige Beschluss des Gremiums, das Anwesen Gollmerstr. 17, 17/2 (ehemaliges Anwesen „Hahnen“) abzureißen. Das Baurechtsamt habe hierfür, so Bürgermeister Helmut Sickmüller, nach eingehender Prüfung inzwischen die Abbruchgenehmigung erteilt, da der Erhalt des Gebäudes wegen nachgewiesener Unwirtschaftlichkeit des Bauwerks unzumutbar sei.
Anstelle des „Hahnen“ soll in einem ersten Abschnitt zur Neugestaltung der Wurmberger Ortsmitte ein neues Gebäude errichtet werden, das auch die Räumlichkeiten der Sparkasse Pforzheim enthält, lautete ein weiterer Beschluss des Gemeinderates (7 Ja-, 1 Nein-Stimme, 4 Enthaltungen). Diese Entscheidung entspricht ebenfalls der Planung des 2. Preisträgers aus Stuttgart. Gemeinderat Dietmar Schaan äußerte sich kritisch zu dem geplanten Standort für die Geschäftsstelle der Sparkasse. Seiner Meinung nach sollte dort das Bürgerhaus der Gemeinde gebaut und der Sparkasse ein Alternativstandort angeboten werden. „Zu wenig Platz für ein Bürgerhaus im Bereich des ehemaligen Hahnen“, entgegnete Gemeinderat Helmut Klingel, der sich wie seine Ratskolleginnen Deborah Boger und Christel Schmidt nachdrücklich für die vom Bürgermeister vorgeschlagene Konzeption der Stuttgarter Architekten aussprach. Deborah Boger widersprach dabei der Auffassung von Dietmar Schaan, den Bürgern in der Brunnenbergstraße würde ein großes Bauwerk als „Klotz“ vor deren Häuser gesetzt. Gerade mit der ins Auge gefassten Konzeption verfolge der Gemeinderat in diesem Bereich die „luftigste“ aller prämierten Planungsvarianten. Bürgermeister Helmut Sickmüller verwies darauf, dass zudem keine der für die Umsetzung in Frage kommenden Wettbewerbsarbeiten ein Bürgerhaus im Bereich des „Hahnen“ vorsehen würde.
Gemeinderat Gerhard Hermann unterstützte den Bürgermeister in seiner Auffassung über die künftige Nutzung des „Hahnen“-Geländes, sprach sich aber dafür aus, die Konzeption des 1. Preisträgers, der Architekten Burkle und Hahnemann, ebenfalls Stuttgart, weiterzuverfolgen.
Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat und die Zuhörer auch über den aktuellen Stand der Förderung privater Sanierungsmaßnahmen. Für insgesamt 16 Maßnahmen habe man rund 361.000 € bewilligt, davon seien ca. 181.000 € für 10 Maßnahmen bereits ausbezahlt worden.

Baugesuche
Das Einvernehmen zu beantragten Befreiungen von den Festsetzungen der jeweiligen Bebauungspläne erteilte der Gemeinderat zum Antrag auf Neubau eines Wohnhauses mit Garage auf den Grundstücken Flst.Nrn. 29/4 und 29/6, Quellenäckerweg 4, und im Widerspruchsverfahren zum Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage auf dem Grundstück Flst.Nr. 18331, August-Talmon-Str. 8. Zustimmung fand auch der Antrag auf Teilabriss und Umbau der bestehenden Scheune, Neubau einer Garage und zweier Stellplätze auf dem Grundstück Flst.Nr. 77, Wiernsheimer Str. 12/1. Bei einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses auf dem Grundstück Flst.Nr. 18307, Robert-Britsch-Str. 16, erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen hinsichtlich der Baugrenzenüberschreitung durch einen untergeordneten Gebäudeteil, während er eine Aufschüttung über das im Bebauungsplan festgelegte Maß hinaus ablehnte.


KOMM-IN

Gollmerstr. 17
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-30
Fax 07044 9449-50

Mo, Di, Fr:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 17:00 Uhr
Mi:07:30 - 13:00 Uhr
Do:08:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Sa:09:30 - 12:00 Uhr

Rathaus

Uhlandstr. 15
75449 Wurmberg
Tel. 07044 9449-0
Fax 07044 9449-40

Mo - Di:09:00 - 12:00 Uhr
Mi:15:00 - 18:00 Uhr
Do - Fr:09:00 - 12:00 Uhr


Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.

Schließen