AUS DER ARBEIT DES GEMEINDERATES - Sitzung am 20. Oktober 2016

Gemeindevollzugsdienst

- Persönliche Vorstellung und Erfahrungsbericht

Seit Jahresbeginn ist Herr Dirk Albrecht aus Mönsheim als gemeinsamer Vollzugsbediensteter der Stadt Heimsheim sowie der Gemeinden Mönsheim und Wurmberg eingestellt.

Zu Beginn seiner Tätigkeit machte sich Herr Albrecht mit den Gemarkungen und Gegebenheiten von Heimsheim, Mönsheim und Wurmberg vertraut und hospitierte bei Kollegen des Gemeindevollzugsdienstes in anderen Kommunen. Von Mitte Februar bis Mitte April absolvierte er einen Vollzeitlehrgang im Gemeindevollzugsdienst mit Abschlussprüfung. Seit Anfang Mai ist Herr Albrecht nunmehr vollumfänglich im praktischen Dienst des Gemeindevollzugs beschäftigt. Von der Stundenaufteilung ist Herr Albrecht 16 h pro Woche in Heimsheim, 13 h in Mönsheim und 9 h in Wurmberg tätig, wobei er darauf achtet, immer zu unterschiedlichen Zeiten in den einzelnen Orten zu sein.

Herr Albrecht stellte sich dem Gemeinderat in der Sitzung kurz persönlich vor, berichtete über seine bisherigen Erfahrungen in der täglichen Arbeit und verschaffte dem Gremium eine Übersicht über die bisherigen Verstöße in der Gemeinde Wurmberg. Dabei ging er vor allem auf die verschiedenen Tatbestände des Falschparkens ein, die in Wurmberg mit bislang 33 Falldaten zu Buche schlagen (zum Vergleich: Mönsheim 49 Falldaten und Heimsheim 117 Falldaten). Schwerpunkte seien dabei das Parken im eingeschränkten Haltverbot und auf Gehwegen.

Anschließend beantwortete Herr Albrecht diverse Fragen aus den Reihen des Gremiums. Es wurde u.a. angeregt, die Kontrollen des ruhenden Verkehrs im Bereich der beiden ortsansässigen Bäckereien zu verstärken und auch auf die Verschmutzung von Feldwegen durch Landwirte zu achten.

 

Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften „Dachstein-Erweiterung“

a)    Behandlung von Anregungen

Der Gemeinderat billigte in öffentlicher Sitzung am 30.06.2016 den Entwurf des Bebauungsplans „Dachstein-Erweiterung“ mit zeichnerischem Teil, planungsrechtlichen Festsetzungen und örtlichen Bauvorschriften nebst Anlagen (Begründung mit Umweltbericht, Faunistische Sonderuntersuchung, Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung, Geotechnischer Bericht).

Daraufhin wurde der Entwurf des o.g. Bebauungsplans nebst Anlage nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung (15.07.2016) im Amtsblatt der Gemeinde Wurmberg für die Dauer eines Monats öffentlich im Rathaus Wurmberg ausgelegt (25.07. – 26.08.2016). Zugleich wurden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange von der Offenlage benachrichtigt und deren Stellungnahmen eingeholt.

Die eingegangenen Stellungnahmen und darin geäußerten Anregungen sowie die jeweiligen Abwägungsvorschläge der Verwaltung sind als Synopse zusammengefasst und lagen dem Gemeinderat vor.

Der Gemeinderat hat vor dem Satzungsbeschluss über die eingegangenen Anregungen im Einzelnen zu beschließen und dabei öffentliche Belange sowie unterschiedliche Interessen untereinander und gegeneinander abzuwägen.

Frau Christine König vom beauftragten Planungsbüro Baldauf Architekten und Stadtplaner GmbH, Stuttgart, war in der Sitzung anwesend und gab dem Gemeinderat die notwendigen Erläuterungen zur Synopse.

Der Gemeinderat stimmte den Abwägungsvorschlägen zu den Anregungen nach sorgfältiger und gerechter Abwägung der öffentlichen und privaten Belange untereinander und gegeneinander jeweils einzeln einstimmig zu.

b)    Satzungsbeschluss

Nach Behandlung der Stellungnahmen konnte der Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan und die örtlichen Bauvorschriften „Dachstein-Erweiterung“ nebst Begründung vorgenommen werden, welcher auch einstimmig erfolgte. Auf die entsprechende öffentliche Bekanntmachung ebenfalls im heutigen Amtsblatt wird verwiesen.


Elektronischer Sitzungsdienst im Gemeinderat

- Beratung und Beschlussfassung

Im Rahmen einer Klausurtagung im Oktober 2013 diskutierte der Gemeinderat erstmals über die Möglichkeiten einer „papierlosen Gemeinderatsarbeit“.

Ein wichtiger Grund für diese Überlegungen war und ist die Tatsache, dass im Rahmen der Gemeinderatsarbeit immer mehr bzw. immer umfangreichere Unterlagen durch die Verwaltung zu erstellen und von den Gemeinderäten zu bewältigen sind. Allein die reinen Kopierkosten (Papier + Kopierer) hierür belaufen sich auf mittlerweile zwischen 2.200 – 2.500 EUR pro Jahr. Die Arbeitszeit für die Zusammenstellung der Unterlagen (eine Mitarbeiterin ist je Sitzung mindestens einen halben Tag beschäftigt) und das Austragen ist hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Zur Annäherung an das Thema „Papierlose Gemeinderatsarbeit“ werden den Mitgliedern des Gemeinderates seit rund zwei Jahren die Einladungen sowie die öffentlichen Sitzungsbeilagen zusätzlich zur Papierform auch per Mail als pdf-Dokumente zur Verfügung gestellt. Parallel hierzu ließ die Verwaltung – als einfache Form der Sitzungsarbeit ohne Papier - die Einrichtung eines eigenen Bereichs für den Gemeinderat auf dem Server der Gemeinde prüfen, auf den die Gemeinderäte über einen passwortgeschützten Internetzugang z.B. von zu Hause aus sowie über eine noch zu installierende WLAN-Lösung auch im Ratssaal Zugriff auf die Unterlagen hätten (Share-Point-Lösung).

Diese Lösung stellte sich jedoch als wenig komfortabel und praktikabel heraus, unter anderem da – wie beim aktuellen e-Mail-Versand - jede Vorlage noch händisch in ein pdf-Dokument umgewandelt werden muss. Aus Gründen der Datensicherheit könnten zudem nichtöffentliche Sitzungsunterlagen nicht berücksichtigt werden; diese wären weiterhin in Papierform zur Verfügung zu stellen.

Im engen Austausch mit anderen Kommunen, die sich aktuell mit der Umstellung auf papierlose Gremienarbeit befassen (u.a. Mönsheim, Wimsheim, Tiefenbronn, Niefern-Öschelbronn) oder bereits umgestellt haben (z.B. Friolzheim, Engelsbrand), wurde schnell deutlich, dass eine sinnvolle und ökonomische Lösung nur mit einer professionellen Sitzungssoftware zu erreichen ist.

Die Anforderungen an die elektronische Ratsarbeit (z.B. mögliches Offline-Arbeiten mit Tablets während der Sitzung) erfüllt dabei nach Auffassung der Verwaltung am besten die Softwarelösung SD.NET (u.a. Sitzungsdienst, Rats- und Bürgerinfosystem) plus Sitzungs-App RICH für mobile Endgeräte der Fa. Sternberg, Bielefeld.

Dieses Produkt wird im Enzkreis bereits von den Gemeinden Friolzheim, Remchingen und Engelsbrand genutzt. Zudem haben die Gemeinderäte in Wimsheim und Tiefenbronn entsprechende Beschlüsse gefasst, in Mönsheim ist eine Beschlussfassung ebenfalls für den 20. Oktober 2016 vorgesehen. Auch der Enzkreis selbst hat für die Gremienarbeit im Kreistag und seinen Ausschüssen seit Jahresbeginn auf einen papierlosen Sitzungsdienst umgestellt und sich für die Softwarelösung SD.NET sowie die Sitzungs-App iRICH der Fa. Sternberg entschieden. Dabei sowie in der vorgeschalteten Testphase mit nur einigen Kreisräten konnte Bürgermeister Teply in seiner Funktion als Kreisrat die Softwarelösung der Fa. Sternberg kennenlernen und ausgiebig ausprobieren.

Nach einer gemeinsamen Informationsveranstaltung für die betroffenen Mitarbeiter/innen der drei Gemeindeverwaltungen Mönsheim, Wimsheim und Wurmberg präsentierte die Fa. Sternberg den Ratsmitgliedern der drei Gemeinden ebenfalls in einer gemeinsamen Veranstaltung ihre Lösung und deren Funktionsweise.

Wie den anschließenden Gesprächen bzw. dem Gedankenaustausch gegen Ende der letzten nichtöffentlichen Sitzung am 22. September 2016 zusammenfassend zu entnehmen war, konnte die Softwarelösung überzeugen. Allein die anfallenden Kosten wurden teilweise als sehr hoch eingeschätzt (allerdings lag hier bei den Lizenzgebühren ein Missverständnis vor, da es sich bei den genannten 95,- EUR je Lizenz um eine einmalige, nicht um eine jährliche Gebühr handelt).

Auch die Frage nach alternativen Softwarelösungen wurde durch einige Räte aufgeworfen. Die Verwaltung hat sich diesbezüglich sehr intensiv mit der Gemeindeverwaltung Tiefenbronn ausgetauscht, welche sich auch ein – bei der Stadt Pforzheim eingesetztes - Konkurrenzprodukt vorführen ließ.

Preislich liegen beide Softwarelösungen nahe beieinander, wobei die Tiefenbronner Verwaltungsmitarbeiter die Präsentation und die Bedienung der Software von Sternberg angenehmer, einfacher und etwas schlüssiger empfanden.

Zudem hat die Lösung der Fa. Sternberg zwei entscheidende Vorteile:

  • Die Software kann über eine modulare Schnittstelle mit dem Dokumentenmanagementsystem „REGISAFE“ verknüpft werden, welches auch im Wurmberger Rathaus zum Einsatz kommt. Dadurch werden die landeseinheitlichen Aktenzeichen ins Sitzungsmanagement übernommen und die Sitzungsunterlagen können auf diese Weise sehr einfach den jeweiligen Sachthemenbereichen zugeordnet werden. Das Konkurrenzprodukt bietet diese Schnittstelle bislang nicht an.
  • Im Gegensatz zu allen anderen vergleichbaren Produkten haben die RICHApps keine Datenbegrenzung. Das heißt, jedes Ratsmitglied kann immer alle Sitzungen mit sich durch die App auf dem Tablet führen, ohne sie jemals wegen der Datenmenge löschen zu müssen. Im Downloadbereich können zudem das Ortsrecht mit allen (wichtigen) Satzungen oder der Haushaltsplan gespeichert werden, so dass diese auch immer offline einsehbar sind.

Weiterhin sind folgende Punkte positiv hervorzuheben:

  • bei verfügbarem WLAN werden alle neuen Sitzungsunterlagen automatisch geladen, wenn die App auf einem mobilen Endgerät geöffnet wird
  • Sitzungsunterlagen sind online auch für die Bürgerinnen und Bürger verfügbar
  • Umfangreiche Recherchemöglichkeiten für alle Nutzer, insbesondere für die Ratsmitglieder
  • Markierungs- und Notizfunktionen sind verfügbar
  • Innerhalb der Fraktionen bestehen zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten
  • System grundsätzlich auch benutz- bzw. erweiterbar für die Sitzungen der Zweckverbände

Einen positiven Grundsatzbeschluss zur Einführung eines elektronischen Sitzungsdienstes anstelle papiergebundener Gemeinderatsarbeit sowie die Entscheidung für die Softwarelösung der Fa. Sternberg vorausgesetzt, wäre weiterhin festzulegen, welches mobile Endgerät (Tablet) zum Einsatz kommen soll. Grundsätzlich wird die entsprechende Sitzungs-App für die mobilen Betriebssysteme Android, iOS (Apple-Endgeräte) und Windows angeboten.

Entwickelt wurde die App zunächst für iOS-Plattformen, d.h. auf diesem Betriebssystem sind die Erfahrungswerte auch der Fa. Sternberg am größten, wodurch die App dort am stabilsten läuft. Nahezu alle anderen Kommunen haben sich daher für die Sitzungs-App iRich für Apple-Endgeräte (iPad) entschieden (z.B. Enzkreis, Friolzheim, …).

Auf dieser Basis hat die Fa. Sternberg ein Angebot (gleichlautend zu denen für Mönsheim und Wimsheim) unterbreitet, das dem Gemeinderat auch vorlag. Demnach belaufen sich die Anschaffungskosten inkl. der Schulungs- und Wartungskosten für ein Jahr auf 11.759,10 EUR. Im Angebot sind alle notwendigen Module enthalten. Die Kosten der Schulung werden nach dem tatsächlichen Aufwand abgerechnet, welche durch Kooperation und gemeinsame Schulung z.B. mit den Ratsgremien aus Mönsheim und Wimsheim noch reduziert werden könnten. Der weitere Wartungsaufwand beläuft sich auf ca. 1.600,- EUR jährlich.

Für die Beschaffung der Endgeräte sind ca. 500,- EUR je Gerät anzusetzen. Vonseiten der Verwaltung wird vorgeschlagen, dass die Geräte zentral durch die Gemeinde beschafft werden, in deren Eigentum verbleiben und den Gemeinderäten während ihrer Ratszugehörigkeit zur Verfügung gestellt werden. Bei Ausscheiden aus dem Rat ist das Gerät an die Gemeinde zurückzugeben. Sofern ein Gremiumsmitglied bereits ein privates Gerät besitzt, kann (kein Muss) dieses verwendet werden.

Die notwendigen Haushaltsmittel für die Beschaffung von Soft- und Hardware (ca. 20.000,- EUR) wären im Haushaltsplan für 2017 zu veranschlagen.

Bei einer Beschlussfassung pro elektronischem Sitzungsdienst und für die Softwarelösung SD.NET (u.a. Sitzungsdienst, Rats- und Bürgerinfosystem) plus Sitzungs-App RICH für mobile Endgeräte der Fa. Sternberg wird auch nach entsprechender Schulung der Ratsmitglieder für eine Übergangszeit selbstverständlich zweigleisig (elektronischer Sitzungsdienst + Unterlagen in Papierform) weiter verfahren, bis anfängliche Probleme bewältigt sind und sich die Abläufe eingespielt haben.

Der Gemeinderat zeigte sich von der geplanten Umstellung auf den elektronischen Sitzungsdienst überzeugt und fasste daher nach ausführlicher Diskussion und detaillierten Rückfragen zur Softwarelösung mit elf Ja-Stimmen bei einer Enthaltung folgende Beschlüsse:

  1. Anstelle papiergebundener Gemeinderatsarbeit führt die Gemeinde Wurmberg zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen elektronischen Sitzungsdienst ein. Nach einer noch festzulegenden Übergangszeit werden die Unterlagen zu Sitzungen des Gemeinderates nur noch elektronisch zur Verfügung gestellt.
  2.  Für den elektronischen Sitzungsdienst werden die Softwarelösung SD.NET und die Sitzungs-App iRICH gemäß vorliegendem Angebot der Fa. Sternberg Software GmbH & Co.KG, Bielefeld, beschafft.
  3. Die Gemeinde beschafft mobile Endgeräte der Marke Apple (iPad) und stellt diese den Gemeinderäten unentgeltlich zur Verfügung. Die Geräte bleiben im Eigentum der Gemeinde.

 

Überörtliche Prüfung der Haushalts-, Kassen- und Rechnungsführung der Gemeinde Wurmberg in den Haushaltsjahren 2007 bis 2013

- Unterrichtung über den Abschluss der überörtlichen Prüfung

Die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Enzkreis hat der Gemeinde Wurmberg schriftlich mitgeteilt, dass das Prüfungsverfahren der überörtlichen Prüfung der Jahresrechnungen 2007 bis 2013 für abgeschlossen erklärt wird. Alle im Prüfungsbericht festgestellten Anstände seien erledigt oder können auf sich beruhen.
Der Gemeinderat nahm von der Unterrichtung über den Abschluss der überörtlichen Prüfung Kenntnis.

 

Baugesuch

Bei folgendem Bauantrag erteilte der Gemeinderat - vorbehaltlich der Zustimmung der Fachbehörden des Landratsamtes Enzkreis - mit elf Ja-Stimmen bei einer Enthaltung das notwendige Einvernehmen:

  • Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung zur Errichtung eines Wohnwagen-Carports auf den Grundstücken Flst.Nrn. 4083/6 und 4092, Alte Pforzheimer Straße 9.

 

Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 22.09.2016

In der nichtöffentlichen Sitzung am 22.09.2016 hat der Gemeinderat folgende Beschlüsse gefasst, die gemäß § 35 Abs. 1 Satz 4 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg (GemO) bekanntzugeben sind:

  • Zustimmung zum Erwerb eines Grundstücks durch die Gemeinde im Gewann „Sperbelbaum“
  • Verzicht auf eine Überdachung der Pergola auf dem öffentlichen Parkplatz in der Gollmerstraße beim Musikerheim

 

Verschiedenes

Hinweise der Verwaltung:

  • Bürgermeister Teply informierte das Gremium, dass der VHS Pforzheim Enzkreis bei der Kalkulation der anfallenden Kosten für die Kernzeit- und Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Wurmberg fürs laufende Schuljahr ein Rechenfehler unterlaufen sei. Die Kosten werden sich daher um rund 3.700,- EUR/Jahre erhöhen, lägen aber trotzdem noch unter den Ansätzen fürs zurückliegende Schuljahr 2015/16.
  • Weiterhin teilte er dem Gemeinderat mit, dass am 6. Oktober 2016 eine Verkehrsschau mit Vertretern des Verkehrsamtes und der Straßenmeisterei des Enzkreises sowie der Polizei stattgefunden habe. Sobald das Protokoll vom Verkehrsamt fertiggestellt sei, werde man das Gremium über die Ergebnisse informieren.
  • Der sog. „Heuweg“ (Feldweg südlich vom Gelände Bau- und Recyclinghof bzw. Gemeinschaftsschuppenanlage) wird in diesem Jahr nicht mehr mit einer Tragdeckschicht versehen, informierte Gemeindekämmerer Gerhard Grössle. Aufgrund teilweise unzureichender Tragwerte des Wegeunterbaus, die vor allem Folge von Tiefbauarbeiten der Fa. Lorenz-Bau im Auftrag der Netze BW seien, könne die eigentlich noch für 2016 vorgesehene Maßnahme nicht so ohne Weiteres durchgeführt werden. Die Verwaltung habe mit den beteiligten Firmen daher vereinbart, dass der Feldweg vor dem Winter noch mit gutem Vorsiebmaterial abgesplittet und das weitere Vorgehen nach dem Jahreswechsel abgestimmt wird.
    Gemeinderat Hartmut Weeber (CDU) erkundigte sich in diesem Zusammenhang, wie es mit den anderen, an die Firma Morof vergebenen Baumaßnahmen im Ort aussehe.
    Kämmerer Gerhard Grössle führte aus, dass die anderen beauftragten Maßnahmen (z.B. Verbindungsweg zwischen Birkhof- und Glasbronnenstraße, Gehweg-/Fahrbahnsanierung Im Steinernen Kreuz) planmäßig laufen bzw. teilweise sogar schon abgeschlossen seien.
  • Wie bereits in der letzten öffentlichen Sitzung bekanntgegeben, gibt es aus der Bevölkerung Beanstandungen hinsichtlich der unzureichenden Helligkeit in einigen Nebenstraßen nach der Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung. Dort seien nur jeweils Einheiten mit einem statt eigentlich beabsichtigter zweier Leuchtmittelelemente eingebaut worden. An einigen Masten im Gewerbegebiet „Steinernes Kreuz“ solle nun getestet werden, ob durch Verwendung anderer Leuchtmittel eine zufriedenstellende Ausleuchtung erreicht werden könne. Leider habe der Hersteller die anderen Leuchten noch nicht geliefert, so dass sich die Angelegenheit noch etwas hinziehe, teilte Gemeindekämmerer Gerhard Grössle mit. Die Verwaltung bleibe diesbezüglich jedoch „am Ball“, versicherte er.

Gemeinderat Erwin Heger (NWV) erkundigte sich, bis wann die Fußgängerampeln im Baustellenbereich der FWD in der Uhlandstraße im Zusammenhang mit dem Neubau der Seniorenwohnanlage für Betreutes Wohnen eingerichtet werden.
Hauptamtsleiter Patrick Hofstetter führte aus, dass die Bauleitung der FWD zugesagt habe, die Anforderungsampeln schnellstmöglich einzurichten, damit der Fußgängerüberweg, der insbesondere von Schüler/innen der Grundschule Wurmberg stark frequentiert wird, aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Baumaßnahme außer Betrieb genommen und der Gehweg im Baustellenbereich gesperrt werden könne (Anmerkung der Verwaltung: Lichtsignalanlagen wurden bereits am Tag nach der Sitzung eingerichtet).

Gemeinderat Jürgen Hoser (NWV) regte an, eine „Tempo 30-Markierung“ auf der Pforzheimer Straße aufbringen zu lassen.
Bürgermeister Teply sagte zu, diese Anregung ans zuständige Verkehrsamt des Landratsamtes Enzkreis weiterzuleiten. Gemeinderat Jochen Grausam (NWV) ergänzte, dass das neue Tempo 30-Schild von Pforzheim her kommend von weitem durch ein Vorfahrtsschild etwas verdeckt werde, was von Verwaltungsseite aus überprüft werde.

Weiterhin wollte Gemeinderat Jürgen Hoser (NWV) wissen, bis wann sich eine Verbesserung der An- und Abfahrsituation auf dem Häckselplatz Wurmberg ergebe.
Der Bürgermeister erläuterte, dass mit dem für den Häckselplatz zuständigen Amt für Abfallwirtschaft des Enzkreises vereinbart worden sei, die geplante Umfahrung gemeinsam mit den Arbeiten zur Erweiterung des Bauhofgebäudes anzugehen. Dass am vergangenen Samstag eine größere Abladung von Häckselgut mitten auf der Zufahrt zu chaotischen Verhältnissen auf dem Häckselplatz geführt habe, sei Herrn Teply bereits von Wurmberger Bürgern zugetragen worden.


Fragezeit der Zuhörer

Ein Bürger aus Neubärental wies im Rahmen der Bürgerfragestunde auf einige Punkte hin:

  • Er ging zunächst nochmals auf die Missstände auf dem Wurmberger Häckselplatz am vergangenen Samstag ein.
  • Weiterhin führte er aus, dass er nicht nachvollziehen könne, weshalb bei einer illegalen Entsorgung von Bauschutt am Rande eines Waldweges innerhalb des Gemeindewaldes nicht der Gemeindevollzugsbedienstete, sondern der Forst zuständig sei.
  • Zudem wies er auf die problematische Parksituation im Bereich der Hartheimer Straße/Johann-Jakob-Beck-Straße hin.
    Der Bürgermeister bat den Bürger, bei Parkverstößen direkt Kontakt mit dem Gemeindevollzugsbediensteten aufzunehmen.
  • Der Bürger bemängelte außerdem, dass viele Anwohner der Johann-Jakob-Beck-Straße ihr Auto auf der Straße abstellen würden, obwohl ihnen eine Garage zur Verfügung stehe. Es gebe eine rechtliche Verpflichtung, eine bestehende Garage auch zu nutzen.
  • Weiterhin regte er an, das Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde auch mal wieder in der Wurmberger Straße in Neubärental aufzustellen, da dort nach seinem Empfinden viel zu schnell gefahren werde.
    Herr Teply erläuterte, dass das vorhandene Gerät aktuell leider nicht funktionsfähig sei, allerdings werde man im Zuge der Umsetzung der Maßnahmen des Lärmaktionsplanes neue Geschwindigkeitsmessgeräte beschaffen.
  • Der Lärm von der Autobahn sei aus seiner Sicht störend und nahezu unerträglich, erklärte der Bürger überdies. Er forderte eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h im maßgeblichen Abschnitt, um die Bürgerinnen und Bürger aus Neubärental besser vor dem Lärm zu schützen.
  • Letztlich wies der Bürger noch darauf hin, dass im Bereich des „Bärentäler Plätzles“ immer wieder Abfall entsorgt werde. Am Waldrand sei kürzlich sogar eine alte Gefriertruhe aufgefunden worden.

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