Flüchtlinge im Enzkreis - eine Artikelserie der Landkreisverwaltung (Teil 41)

eil 41: Warum zurzeit besonders viele Flüchtlinge umziehen (müssen)

Nach der „vorläufigen“ kommt die „Anschluss-Unterbringung“

Asylbewerber werden dem Enzkreis von den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg zur „vorläufigen Unterbringung“ zugewiesen. Wenn ihr Asylverfahren abgeschlossen ist, spätestens jedoch nach 24 Monaten, müssen die Menschen aus den Unterkünften ausziehen, in denen sie der Enzkreis „vorläufig“ untergebracht hat. Sie können sich dann selbst eine Wohnung suchen oder sie werden den Enzkreis-Gemeinden für die sogenannte Anschluss-Unterbringung zugewiesen.

Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, für diese Flüchtlinge Unterkünfte bereitzustellen – ähnlich wie für Einwohner, die aufgrund eines Brandes oder aus anderen Gründen obdachlos geworden sind. Bei der Zuweisung strebt die Kreisverwaltung eine gleichmäßige Verteilung auf die Gemeinden an. Sie orientiert sich dafür an den Einwohnerzahlen und berücksichtigt zudem, wie viele Menschen in der jeweiligen Gemeinde bereits in der vorläufigen Unterbringung leben. Sonst müsste zum Beispiel die Gemeinde Remchingen zusätzlich zu der großen Unterkunft in Darmsbach weitere 100 Menschen unterbringen.

Auflösung von Notunterkünften in Zelten und Hallen

Im Enzkreis sind momentan ausreichend Plätze für die vorläufige Unterbringung vorhanden. Dies liegt daran, dass seit Mai keine neuen Flüchtlinge zugewiesen wurden. Gleichzeitig erhalten immer mehr Menschen ihre Anerkennung, womit ihre Zeit in der Unterbringung des Enzkreises endet. Das Landratsamt löst daher bis Ende Oktober die meisten Notunterkünfte auf, vor allem die in Zelten und Sport- oder Gemeindehallen. Die Menschen, die bislang noch dort untergebracht waren, können in feste Unterkünfte oder in Wohnungen verlegt werden, was nicht zuletzt wegen der beginnenden kalten Jahreszeit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bedeutet.

Beides – Auflösung der Notunterkünfte und Übergang in die Anschlussunterbringung – führt oft dazu, dass die Menschen in ein anderes Dorf umziehen müssen. Zwar versucht man im Landratsamt, dies zu vermeiden, vor allem wenn bereits Kontakte geknüpft sind oder die Kinder in die Schule oder den Kindergarten gehen. Allerdings muss dafür in der jeweiligen Gemeinde eine passende Wohnung oder Raum in einer Gemeinschaftsunterkunft gefunden werden. Dies gelingt jedoch vor allem bei größeren Familien nur in seltenen Fällen.

Für Fragen zu Verlegungen hat die Kreisverwaltung eine Servicestelle eingerichtet. Sie ist ausschließlich per E-Mail an Migrationsamt@enzkreis.de erreichbar. Die Servicestelle gibt gerne Auskunft, soweit dies datenschutzrechtlich zulässig ist.


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