"Waldenserdorf" Wurmberg

Waldenserplatz in Wurmberg

1699 ließen sich etwa 200 Glaubensflüchtlingen in Wurmberg nieder und gründeten in der "Welschen Gasse" (heute: Pforzheimer Straße) die "Colonie de Luserne et Queiras et Gailleche", die Kolonie Lucerne.

Die meisten von ihnen waren keine Waldenser im engeren Sinne, hatten aber vor ihrer Vertreibung in den Tälern gelebt und das Schicksal der Waldenser geteilt. Auch der Kaufmann Anton Seignoret, dem die Einführung der Kartoffel in Württemberg zu verdanken ist, wohnte in Lucerne, das im Jahr 1808 politisch ganz mit Wurmberg vereinigt wurde, nachdem bereits fast 40 Jahre zuvor unter anderem eine gemeinsame Rechnungsführung vereinbart worden war. Von der Geschichte der Waldenser und Hugenotten in dem Ortsteil „Lucerne“ gibt es keine Spuren mehr. Die alte Kirche wurde 1945 durch Artilleriebeschuss zerstört. An Ort und Stelle wurde 1991 ein Waldenserdenkmal errichtet (an Pforzheimer Strasse beim Parkplatz).

Abstecher Neubärental

Der Rundwanderweg führt auch nach Neubärental. Die Gründung von Neubärental geht auf das Jahr 1721 zurück. Johann Jakob Beck, ein aus Bärenthal bei Beuron (Hohenzollern) stammender Theologe, hatte sich mit einigen Familien aus seinem Geburtsort dem reformierten Glauben zugewandt. Sie mussten deshalb flüchten und kamen schließlich über Zürich in das heutige Neubärental und ließen sich im „Birkhof“ nieder. Bis 1935 war Neubärental Teilgemeinde von Wurmberg mit eigener juristischer Persönlichkeit, ehe dieses Recht durch Gesetz aufgehoben wurde und alle Aufgaben auf den Hauptort übergingen. Die heutige Kirche stammt aus 1928. Auf der Fassade („Licht erscheint in der Finsternis“) wird an die Geschichte der Gründung erinnert.

Abstecher Pforzheim

Im Jahr 1767 legte Markgraf Karl Friedrich von Baden in Pforzheim den Grundstein zur Schmuckindustrie in Pforzheim. In einem Edikt vom 06. April 1767 wurde dem Franzosen (Hugenotte???) Jean Francois Autran die Errichtung einer Taschenuhrenfabrik gestattet; im gleichen Jahr folgte noch die Erlaubnis zur Erweiterung in eine Schmuck- und feinen Stahlwarenfabrik. Es wurden die Waisenhauszöglinge des damaligen Waisenhauses am Enzufer (ehemaliges Dominikanerinnenkloster) beschäftigt. Auf der Webseite http://www.pforzheim.de/ keine Hinweise auf die Bedeutung der Hugenotten für die Entwicklung der Industrie in Pforzheim, obwohl es bereits ab 1699 eine kleine französische Kolonie gab.

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